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Urteil

Auto wurde zur Waffe - Gefängnis

DORTMUND Mit gesenktem Kopf nahm er das Urteil entgegen. Ein 26-jähriger Dortmunder ist am Dienstag vom Landgericht wegen schwerer Körperverletzung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte sein Opfer mit dem Auto angefahren - mit voller Absicht.

Fast neun Monate ist es inzwischen her, dass der Angeklagte in der Innenstadt-West einen Bekannten mit dem Auto angefahren hat – und zwar zwei Mal, mit voller Absicht. Dabei waren die beiden Männer eigentlich Freunde gewesen. Zumindest im sozialen Netzwerk Facebook. Dort begann der Streit, der auf so dramatische Weise endete. Der 26-Jährige trauerte um einen Freund, rief im Internet zum Gebet für diesen auf. Das spätere Opfer verhöhnte die Trauer, behauptete öffentlich, der „Junky“ sei „selber schuld“ an seinem Tod.

Er schrieb dem Angeklagten Nachrichten, beschimpfte ihn und dessen Familie in übelster Weise. Als „menschlich nicht in Ordnung“ bezeichnete der Vorsitzende Richter Wolfgang Meyer dieses Verhalten am Dienstag beim Urteil.Am Tattag, im Oktober 2011, sollte es schließlich zum „Showdown“ kommen. Da der Nebenkläger jedoch mit seinen beiden Hunden am verabredeten Treffpunkt an der Dorstfelder Straße auftauchte, kam es nicht zu der geplanten Schlägerei. Stattdessen schnappte sich der Angeklagte ein Auto und fuhr den Nebenkläger an.

Zweimal erwischte er ihn, ließ dann von ihm ab, als er sah, dass sein Kontrahent verletzt war und humpelte. Eine Tötungsabsicht konnte die Kammer daher nicht feststellen. Glück im Unglück: Das Opfer wurde nicht lebensgefährlich verletzt, trug lediglich Prellungen, Quetschungen und Schürfwunden davon. Neben der Haftstrafe muss der Angeklagte außerdem zweieinhalb Jahre auf seinen Führerschein verzichten. „Ihr Ärger über den Nebenkläger ist verständlich“, so Richter Wolfgang Meyer in seiner Urteilsbegründung. „Nicht aber Ihre Reaktion darauf.“

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