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Wie wird man Fan?

Autorin Heike Wulf verliebte sich am Borsigplatz in den Fußball

DORTMUND Unser Redakteur Nico Drimecker fragt Menschen in der Region: Wie wird man Fußball-Fan? Am Dortmunder Borsigplatz - dem Geburtsort von Borussia Dortmund - sprach er mit Krimi-Autorin Heike Wulf über diese Frage.

Autorin Heike Wulf verliebte sich am Borsigplatz in den Fußball

Auf der Meisterfeier am Borsigplatz steckte sich Heike Wulf 1995 mit dem Fußball-Virus an.

Heike Wulf schwenkt ein schwarzgelbes Fähnchen. Die BVB-Spieler, die an diesem Mai-Tag 1995 ihre Meisterschaft feiern wollen, sind noch nicht da. Aber Heike hat sich schon in Fußball verliebt. Das realisiert sie, als sie die Frau sieht, die neben ihr jubelt. 

„Ich fand Fußball sogar doof“, sagt die 45-jährige Krimi-Autorin. Ein Leben ohne den Sport kann sie sich heute nicht vorstellen. Ursprünglich kommt sie aus Hamm, „da ist nicht so viel mit Fußball“. Freunde und Freund, die in Dortmund wohnen, starten damals mehrere Versuche, sie zu einem Spiel mitzunehmen. Aber sie hat kein Interesse.„Alle waren Fan“, sagt sie. Eine ihrer Freundinnen besaß eine Dauerkarte, was sie damals „suspekt“ findet. „Ich hab’ gedacht: Eine Frau mit ’ner Dauerkarte – was ist das denn für eine?“ Heute hat Heike Wulf selbst eine Dauerkarte, natürlich.  Zur Meisterfeier lässt sie sich überreden. „Meine Freunde haben gesagt: Das musst du gesehen haben!“ Also schleppt sie sich hin.

 Wenn sie schon mal da ist, will Heike Wulf auch etwas sehen. Also stellt sie sich auf den Kabelverteiler, einem dieser grauen Klötze am Straßenrand, worin sich Telefonkabel bündeln.Sie schaut über die jubelnde, schwarzgelbe Menge auf dem Borsigplatz hinweg und hinunter, wo eine Familie in mehreren Generationen jubelt und singt: „Oma, Enkel, Urenkel, alle waren schwarzgelb.“ Die Familie hievt die betagte Dame hinauf zu Heike Wulf. „Die war bestimmt 90 Jahre alt. Da hab’ ich zum ersten Mal gespürt, was das bedeutet für Dortmund.“ Dass Fußball von Generationen gelebt und geliebt wird und „ein Bestandteil des Lebens ist“.   

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