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Beschäftigte unter Schock

DORTMUND Der RN-Bericht über die möglicherweise anstehende Fusion zwischen Klinikum und den Städtischen Altenheimen schlägt hohe Wellen. „Wir laufen im Moment Amok.“ Werner Schmidt, Betriebsratsvorsitzender der Städtischen Seniorenheime, spricht die Gemütslage der Kollegen beherzt aus.

Beschäftigte unter Schock

Die Zukunft des Klinikums ist weiter ungewiss.

Unter den Beschäftigten geht die Angst um, in welchen Bereichen Köpfe rollen, wenn erst einmal Tatsachen geschaffen werden zur Fusion mit dem defizitären Klinikum. Die Rede ist vom Personal- und Rechnungswesen, wobei Schmidt anmerkt, mit nur 22 Beschäftigten insgesamt in der Verwaltung hätten sie schon eine sehr schlanke. Hinzu kommt die Angst vor den dann eröffneten Zugriffsmöglichkeiten aufs Kapital. „Damit würde unser Handlungsspielraum enger“, so Schmidt. Die Mitarbeiter im Klinikum könne er mit ihren Sorgen sehr gut verstehen, aber seine Kollegen fürchten, dass das durch sie erwirtschaftete Plus schnell verloren gehe.Am Dienstag gibt es einen Termin vorm Arbeitsgericht: Schon bei Gründung der Holding Gesundheit und Pflege habe der Gesellschafter versäumt, den Betriebsrat zu informieren. Schmidt: „Es geht um ganz konkrete Planungen, Abteilungen auszugliedern.“ Schon beim Überleitungsvertrag von 1996, als aus den Seniorenheimen als Eigenbetrieb der Stadt eine gemeinnützige GmbH wurde, sei das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates bei Verlagerungen festgelegt, bisher aber nicht eingeholt worden. 1994 schrieben die Heime noch sechs Millionen DM Miese. Bis ‘98 hatte der Vorgänger von Geschäftsführer Martin Kaiser, Heinz-Dieter Heese, das Defizit damals abgebaut.

Oberbürgermeister Langemeyer stoppte die Pläne Im Vorfeld der Holding Gesundheit und Pflege“, 2005 gegründet, wollten die Seniorenheime eine eigene Service-Gesellschaft gründen. Als die Verträge schon notariatsreif waren, stoppte Oberbürgermeister Langemeyer die Pläne mit Hinweis darauf, sie hätten die Service-DO als Tochter, die auch für die Seniorenheime tätig werden könnte, u.a. mit dem Synergie-Effekt, die Umsatzsteuer zu sparen. Schmidt: „Bis 1. November 2007 dauerte die Umsetzung der Service-Leistungen für uns. Bis dahin hatten wir noch keinen Cent Umsatzsteuer eingespart. Damals hätten die Gesellschafter-Vertreter versprochen, sowohl Seniorenheime als auch Klinikum, blieben autark. Jetzt lägen zwar keine Überleitungs-, dafür aber Gestellungsverträge vor. Schmidt: „Wir bleiben Beschäftigte der Seniorenheime, werden aber in die andere Gesellschaft gestellt.“

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