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Betreuer betrog Mandanten: Geldstrafe

DORTMUND Das Amtsgericht hat am Freitag einen Berufs-Betreuer (47) wegen Betruges zu einer Geldstrafe von 1200 Euro (120 Tagessätze) verurteilt.

Der Dortmunder war im Jahr 2006 zur Betreuung der Finanzen eines Rentners eingesetzt worden. Der Senior lebte zu diesem Zeitpunkt bereits in einer Behinderten-Einrichtung. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft sorgte der Angeklagte schon kurz nach Beginn seiner Tätigkeit dafür, dass die Rentenversicherung dem Senior das Geld fortan nicht mehr direkt auszahlte. Stattdessen gab er seine eigene Kontoverbindung an. Mindestens sieben Monate lang soll er anschließend die Rente seines Mandanten kassiert, dem alten Mann aber monatlich lediglich 85 Euro als Taschengeld ausgezahlt haben. Die verbleibenden rund 3500 Euro wurden von ihm anscheinend für privates Vergnügen ausgegeben. Das Gericht verurteilte den Mann am Freitag im schriftlichen Verfahren, nachdem der Mann den Verhandlungstermin geschwänzt hatte. Bei einer seiner früheren Vernehmungen soll er als Grund für die Unregelmäßigkeiten angegeben haben: „Ich habe damals einfach den Überblick über alles verloren.“

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