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Frau betrügt Banken in ganz Deutschland

Betrügerin ergaunerte mehr als 270.000 Euro

Dortmund Eine 33-jährige Frau soll Banken in ganz Deutschland um mehrere Hunderttausend Euro betrogen haben. In Dortmund schlug sie einmal zu. Zu Beginn des Prozesses legte sie am Dienstag ein Geständnis ab.

Abitur, Studium in Italien, eine eigene Wohnung in Berlin: Für die heute 33-jährige Frau schien es lange Zeit immer nur bergauf zu gehen. Doch dann landete sie erst bei Drogen, dann bei einer Bande von Betrügern – und schließlich auf der Anklagebank des Landgerichts in Dortmund.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten Betrug vor. Zusammen mit ihren Komplizen soll sie Banken in ganz Deutschland um über 270.000 Euro erleichtert haben. Gleich zu Beginn des Prozesses räumte die 33-Jährige die Taten in einem schriftlichen Geständnis ein. „Ich bin die Frau auf den Überwachungsvideos. Ich habe die Taten begangen und bereue sie aufrichtig.“

Einträgliches Geschäftsmodell

Alles soll angefangen haben, als sie 2015 bei einer Party einen Mann kennenlernte. Den Richtern will die Angeklagte heute nicht sagen, wie dieser Mann heißt. „Ich habe Angst vor ihm“, hieß es am Dienstag. Sie wolle deshalb lieber nur von „Herr X“ sprechen.

Herr X habe ihr jedenfalls ein einträgliches Geschäftsmodell vorgestellt: Er und seine männlichen Mittäter würden regelmäßig Frauen in Büros die Handtaschen klauen. Was ihnen noch fehlte, sei eine Komplizin, die später mit den Ausweisen und den EC-Karten der Diebstahlsopfer zur Bank gehen würde, um scheinbar ganz legal Geld abzuheben. Die Angeklagte willigte ein.

Tatorte in Berlin, Stuttgart, Bonn und Tübingen

„Manchmal musste ich mich dafür sogar verkleiden“, sagte die Frau den Richtern. Dabei machte sie ihren Job offenbar so gut, dass fast nie jemand Verdacht schöpfte. In der Regel schaffte es die 33-Jährige, den Bankmitarbeiter davon zu überzeugen, dass sie diejenige auf dem Personalausweis war. Dann zahlte die Bank aus. Mal 20.000 Euro, mal 5.000, mal 10.000.

In Dortmund schlug die Bande ein einziges Mal zu. Weitere Tatorte lagen in Berlin, Stuttgart, Bonn und Tübingen. Der Angeklagten droht nun eine Haftstrafe von um die drei Jahren.

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