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Inklusion mobil

"Bike ma' anders": Rolli-Fahrer nehmen Fahrt auf

GARTENSTADT Die Dortmunder Polizei und die Reha- und Behindertensportgemeinschaft drehen am ganz großen Rad. Beim "Bike ma' anders"-Tag in der Gartenstadt stellen sie ausgefallene Unikate und Funktionsräder für Behinderte vor. Nebenbei verschieben die Veranstalter auch noch Barrieren.

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Polizeipräsident Gregor Lange, Julia Verbeek und Jens Schimmelmann werben vor dem Präsidium für den "Bike ma' anders"-Tag am 20. Juni vor der Sporthalle in der Gartenstadt.

Junge Radfahrer können am Samstag ihren ersten Führerschein absolvieren.

1951 gründeten Dortmunder die Reha- und Behindertensportgemeinschaft, um die Mitglieder fit zu halten. Längst hat sich daraus ein nicht nur medizinisch wichtiges Sportangebot entwickelt; mit ihrem Programm befördert die RBG die Teilnahme am Leben. Mit dem "Bike ma' anders"-Samstag am 20. Juni setzen die Veranstalter die Teilnehmer auf die richtige Spur - denn auch auf den Rollstuhl angewiesene Kinder, Jugendliche und Erwachsene können mit einem Rolli-Anbau kurzerhand aufs Rad umsteigen.

Sicherheit im Präventions-Programm

Die nach einem Umbau vor den Rollstuhl gekoppelten "Handbikes" werden von Hand betrieben. Weil die Fahrer schnell Tempo aufnehmen und die "Handbikes" laut Straßenverkehrsordnung als Fahrräder unterwegs sind, hat die Polizei die Spezialfahrzeuge inzwischen in ihr Präventions-Programm aufgenommen: Die Rolli-Radler können am "Bike ma' anders"-Samstag den Radführerschein der Polizei absolvieren.

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange - selbst begeisterter Radfahrer - ist zum zweiten Mal in Folge "Schirmherr" der RBG-Messe, an der zehn Aussteller und Hersteller mitwirken. Der 53-jährige Jurist möchte die "Barrieren in den Köpfen" abbauen und behinderte und nichtbehinderte Radfahrer verbinden. Es gehe nicht nur um Mobilität auf zwei oder drei Rädern, sondern um Inklusion und Integration: "Inklusion heißt Vielfalt. Menschen mit Handicap sollen sich wie selbstverständlich im öffentlichen Raum bewegen können. Und das möglichst sicher", sagte der Polizeipräsident.

Spezialfahrzeuge ausprobieren

Der Aktionstag vor der Sporthalle in der Gartenstadt stellt die Spezialfahrzeuge nicht nur zur Schau; die Besucher sollen sie auch ausprobieren - egal, ob sie behindert sind oder nicht. Zur Auswahl stehen:

  • Handbikes
  • Liegebikes
  • Dreiräder
  • Roller
  • Tandems
  • andere Spezialfahrzeuge

Rund ums Rad dreht sich dieses Angebot:

  • Radrennen (14.30 Uhr)
  • Radtouren (12 und 13.30 Uhr)
  • Radparcours
  • Radführerschein (Theorie 10.30 Uhr, Praxis 11.30 Uhr)
  • Radsicherheit

"Wir wollen die Besucher zur ganz normalen Teilnahme am Straßenverkehr bewegen. Kinder können wir spielend an den Straßenverkehr heranführen", sagt die zweite RBG-Vorsitzende Julia Verbeek (32) über das Ziel, dass der Verein auch über Informationen für Eltern erreichen will. Denn viele Eltern wissen nicht, dass ihre auf den Rollstuhl angewiesenen Kinder mit dem "Handbike"-Anbau als Radfahrer durchstarten können - oder sie trauen es den Kindern nicht zu. 

Dazu kommt das Thema Geld. Denn "Handbikes" sind nicht billig. Allerdings zahlen bei Kindern die Krankenkassen. Über die besonderen Umstände informiert die RBG am "Bike ma'anders"-Tag. Neben diesen harten Fakten für die Eltern sollen die ausprobierenden Kinder vor allem Spaß erfahren. "Spaß und Sicherheit sind dann all inclusive", sagte Polizeipräsident Gregor Lange. Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband veröffentlichte 2014 einen Bericht über den Termin vor einem Jahr.

"Bike ma' anders":

 

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