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Ausstellung

Bildhauer Jan Köthe gestaltet Installation mit Waffen

DORTMUND Die Schießeisen hat Jan Köthe mit einer 30-Tonnen-Presse für immer zum Schweigen gebracht. Sie sind das Material für seine jüngste Arbeit „Emotion Icon“, mit der er am Samstag eine Werkschau eröffnet. Und mit der er sich aus Kirchhörde und Dortmund verabschiedet.

Bildhauer Jan Köthe gestaltet Installation mit Waffen

Die aus den Waffen entstandene Installation hat Jan Köthe "Emotion Icon" genannt: Ein Kommentar zu gewaltverherrlichenden Spielen und Filmen. Bei der Ausstellung, die am Sonntag (17.4.) beginnt, zeigt er sie zum ersten Mal.

An der Atelierwand bilden die Pistolen und Revolver ein ":-(", ein sogenanntes Emoticon. In Chats oder Foren im Internet sind Emoticons gängige Kürzel für die eigene Stimmung. :-( bedeutet traurig, weil es aussieht wie ein nach links gekipptes, trauriges Gesicht.

Der PC-Bildschirm auf dem Boden zeigt ein Bild des Computerspiels Counterstrike. Von vielen der jugendlichen Amok-Läufer der vergangenen Jahre wurde berichtet, dass sie viele Stunden Counterstrike gespielt hatten, bevor sie zur realen Waffe griffen. Jan Köthe ist einer von denen, die da mehr als einen zufälligen Zusammenhang sehen. Mit „Emotion Icon“ stellt Köthe die virtuelle Gewalt der echten gegenüber. Darüber werde viel zu wenig nachgedacht, sagt Jan Köthe. Die Waffen stammen aus der Asservatenkammer der Kriminalpolizei. Über den ehemaligen Innenminister Fritz Behrens und nach vielen Atelierbesuchen von Beamten erhielt Köthe schließlich die Erlaubnis, den Waffen einzeln und unter Aufsicht mit je einem Tonnendruck auf Lauf und Mechanik ihre Gefährlichkeit kaputt zu pressen. Jede hat ihre eigene kriminelle Geschichte. Die bleibt unerzählt – Jan Köthes Presse markiert auch das Ende der Ermittlungen.

Ein anderes Ende markiert seine Schau – nämlich das seiner Arbeit in Dortmund. Das Haus in der Bozener Straße 23 wird Ende April abgerissen. Dort wuchs der 45-Jährige auf, seit 16 Jahren nutzt er es als Atelier und Schauraum. Zum Monatsende zieht seine Mutter aus, mit der er sich das Haus teilt, für ihn allein ist es zu teuer. Eine seiner früheren Plastiken, eine Spirale aus Stahl, gibt seine Überzeugung wider: „Nicht im Kreis drehen, lieber ausbrechen.“ Köthe dreht sich nicht in Dortmund weiter, sondern bricht nach Berlin aus. Dort sucht er gerade nach einer geeigneten Presse 

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