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Blasenkrebs: Die tückische Erkrankung

"Obwohl Blasenkrebs mittlerweile der vierthäufigste Tumor ist, findet diese Krebsform immer noch zu wenig Beachtung", meint Dr. Wolfgang Neugebauer (Foto). Der Chefarzt der Urologie im Hörder St.-Josef-Hospital zeigte sich deshalb in einem Gespräch mit Karl-Heinz Bockelbrink von der Dortmunder Selbsthilfegruppe für Betroffene sehr erfreut über den am 10. November geplanten ersten Dortmunder Informationstag für Blasenkrebs.

"Krebs ist immer eine ganz schlimme Diagnose", weiß Bockelbrink aus eigener Erfahrung, denn er war selbst vor wenigen Jahren nach einer Operation von Dr. Neugebauer damit konfrontiert worden, an Blasenkrebs erkrankt zu sein. "Da fällt man in ein ganz tiefes Loch. Zunächst einmal weiß man ja gar nichts über die Krankheit." Für Bockelbrink war es wichtig zu erfahren, dass es auch andere Betroffene gibt. Er hat die Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen, um für Erkrankte und ihre Angehörigen eine Möglichkeit zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu schaffen.

"Die Verdrängungsneigung ist hoch", weiß Dr. Neugebauer. Doch er warnt: "Blasenkrebs ist tückisch." Am St.-Josefs-Hospital werden zunächst alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um das Organ zu erhalten. Aber: Heute können die Ärzte aus Darmteilen eine neue Blase formen, die den Organverlust ausgleicht. Im Hörder Haus wird das seit 20 Jahren mit Erfolg praktiziert.

Die Selbsthilfegruppe Blasenkrebserkrankungen organisiert am 10. November den ersten Dortmunder Informationstag Blasenkrebs im Katholischen Centrum, Propsteihof 10.

Los geht es um 9.30 Uhr mit einer Ausstellungs-Eröffnung. Bis 15.30 Uhr folgen viele interessante Arztvorträge, u. a. über Vorsorge, Früherkennung, Diagnostik und aktuelle Behandlungsmethoden, aber auch über körperliche und psychische Folgen bei Blasenkrebs.

Es bleibt viel Zeit für Fragen. Anmeldungen zum Info-Tag unter Tel./Fax 40 36 76.

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