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Verkehrsdichte an A2

Brechtener Politiker fordern vehement Lärmmessung

BRECHTEN Eine Dauerlärmmessung an der A2 in Brechten – wie von der Bezirksvertretung (BV) gefordert – lehnt die Stadtverwaltung ab. Ihre Begründung: Die Verkehrsdichte sei geringer als erwartet. Die Vertreter von Brechtens SPD und CDU geben sich mit dieser Antwort nicht zufrieden.

Brechtener Politiker fordern vehement Lärmmessung

Die A2 in Brechten: Die Verwaltung lehnt eine Dauerlärmmessung ab und erntet Kritik von Ortspolitikern.

In seinem Schreiben als Reaktion auf eine SPD-Anfrage bezieht sich Stadtrat Martin Lürwer auf die Straßenverkehrszählung 2010, die vom Landesbetrieb Straßenbau NRW ausgewertet wurde.

 Danach sind täglich knapp 70.000 Fahrzeuge auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Mengede und Nordost unterwegs. Der LKW-Anteil beträgt tagsüber 16,4 und nachts 27,8 Prozent.  Eine Prognose von 1990 für 2010 war noch von 82 000 Autos (LKW-Anteil 25 Prozents am Tage und 45 Prozent nachts) ausgegangen. Lürwer folgert daraus: weniger Autos, weniger Lärm. Gegen eine Langzeit-Messung sprächen auch die Kosten von 85.000 Euro. Damit ist für den Dezernenten das Thema vorerst erledigt. Mit der nächsten Verkehrszählung 2015 werde die Lärmsituation erneut beurteilt.  

 Für die Ortspolitiker ist das Problem keineswegs vom Tisch. „Lärm macht krank“, fasst André Buchloh, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Brechten, die Lage an der A2 zusammen. Je nach Wetterlage fühlten sich die Betroffenen „mitten auf die Autobahn“ versetzt. „Während man sich im Neubaugebiet Brechtener Heide wie in einer Oase fühle – so ruhig ist es dort –, steigt der Lärm auf der gegenüberliegenden Seite zeitweise ins Unerträgliche.“  Auf der einen Seite seien die Lärmschutzwände hoch, um seinerzeit das Neubaugebiet genehmigt zu bekommen. „Die Bestandsbebauung hingegen wurde hier unzureichend berücksichtigt“, so Buchloh. Abhilfe schaffen würde nur eine Langzeitmessung, die belegen könne, dass die Lärmbelastung für die Bestandsbebauung unabhängig von der Verkehrsdichte weit über den Normwerten liege. „Kurzfristig werden wir Herrn Lürwer zum Frühstück nach Brechten an die A 2 einladen“, kündigt der Unionspolitiker an.  

 Auch die SPD will weiter eine Dauermessung, wie Ex-Fraktionssprecher Hans-Jürgen Unterkötter mitteilte. Wahrscheinlich könne die neue BV erst im Oktober tagen. Möglicherweise werde ein Verwaltungsvertreter in die Sitzung eingeladen, um Fragen zu klären.

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