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Brekau-Prozess: Alles bleibt unklar

GÜSTROW Der Prozess um den tragischen Unfalltod des Polizisten Benjamin Brekau wurde nach zwei Verhandlungstagen vertagt. Neuer Termin ist der 14. Dezember. Was am Freitag geschah, lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

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Auf diesem Parkplatz des Van der Valk Resorts hat sich der tragische Tod von Benjamin Brekau ereignet.

Die angeklagte Polizistin Kristin K. mit ihrem Anwalt Martin Habig am 22. November kurz vor Prozessbeginn im Amtsgericht Güstrow.

Im November ist das Van der Valk Resort Linstow ein karger Ort. Der Parkplatz ist nur halbvoll, die Bäume sind kahl und die vielen Wiesen matschig-grau. Hier – und 30 Kilometer entfernt von Güstrow, mitten im mecklenburgischen Niemandsland – starb Benjamin Brekau. Der Dortmunder Polizist stürzte aus einem Mannschaftswagen und zog sich tödliche Kopfverletzungen zu. Am Freitag wurde am Amtsgericht Güstrow der Prozess gegen die Fahrerin des Ford Transit fortgesetzt.

Es war gegen 11 Uhr, als es im Gerichtssaal 106 plötzlich zu einer merkwürdigen Situation kam. Dirk Hartwig, Unfallgutachter der DEKRA, wollte den Beteiligten seine Erkenntnisse anhand von Fotos und Skizzen erläutern und bat deshalb nach vorn an den Richtertisch. Nur zwei Personen blieben auf ihren Plätzen und saßen sich plötzlich schutzlos gegenüber: Michaela Brekau, die Witwe und Nebenklägerin. Und die 26-jährige Angeklagte. Beide schauten sich nicht ein einziges Mal an.

Michaela Brekau und Benjamins Vater Ingo Meyer sind davon überzeugt, dass bei den Unfallermittlungen geschlampt und vertuscht worden ist. „Wenn ich vor dem Prozess nur einen Verdacht hatte, so bin ich mir heute sicher“, sagte Meyer gestern am Rande des Prozesses. Warum hatten die Vorgesetzten damals unmittelbar nach dem Unfall dafür gesorgt, dass die übrigen Fahrzeuginsassen nicht von den ermittelnden Kollegen vor Ort befragt werden konnten? Eine Antwort erhofft sich Meyer am nächsten Prozesstag.

  Am 14. Dezember will Richter Karsten Nitschke die Verhandlung fortsetzen. Am Freitag unterbrach er schon um kurz nach 13 Uhr. „Ich muss nach Rostock zum Landgericht“, lautete die lapidare Begründung. Dass am nächsten Verhandlungstag ein Urteil gesprochen werden kann, halten viele jetzt schon für unwahrscheinlich. Bislang dauerte jede Zeugen- oder Gutachtervernehmung wesentlich länger als geplant.

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