Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Brekau-Prozess: "Nur Traurigkeit vorhanden"

GÜSTROW Tag eins des Prozesses um den Tod des Dortmunder G8-Polizisten Benjamin Brekau. Rechtsanwalt Martin Habig nutzte ihn, um Dampf abzulassen. Der Dortmunder Jurist verteidigt die wegen fahrlässiger Tötung angeklagte Kollegin Brekaus.

Brekau-Prozess: "Nur Traurigkeit vorhanden"

In diesem Gebäude findet der Prozess statt.

 „Natürlich bedauert meine Mandantin das Geschehen“, sagte Habig. „Aber es war ein Unfall, eine Tragödie, ein Unglück, an dem sie nicht die Schuld trägt.“ Die 26-jährige Frau auf der Anklagebank wirkte zierlich, fast zerbrechlich. Es fällt schwer, sie sich vorzustellen, wie sie beim Einsatz gegen G8-Gegner in vorderster Reihe stand.

Dass Benjamin Brekau an jenem 8. Juni auf einem Hotelparkplatz im mecklenburgischen Linstow (Kreis Güstrow) aus dem von ihr gesteuerten Mannschaftswagen stürzte, macht auch sie fertig. „Ich bin bis heute in psychologischer Behandlung“, sagte sie gestern vor dem Amtsgericht Güstrow. „Den Benni“ hat sie sehr gemocht. „Er hat sich mit allen gut verstanden, war immer lustig und fröhlich.“

Zusammen mit Richter Karsten Nitschke ging die Angeklagte dann den Ablauf des Unglücksabends durch. „Wann haben Sie angehalten?“ „Nachdem ich ein Poltern gehört hatte.“ „Was haben Sie draußen gesehen?“ „Benni lag auf der Straße und rührte sich nicht.“ „Wie sah er aus?“ „Schlecht. Er blutete.“ „Was haben Sie gedacht.“ „Ich habe gedacht ich bin im falschen Film, das kann doch gar nicht sein.“ „Haben Sie geweint?“ „Ja, viel.“ „Konnten Sie in der Nacht schlafen?“ „Erst nachdem ich mir Tabletten eingeworfen hatte, dann ging es.“

    Ob die 26-Jährige in den Augen von Richter Nitschke mitschuldig ist am Tod von Benjamin Brekau soll sich frühestens in der kommenden Woche entscheiden. „Es war aber nicht das erste Mal, dass wir mit offener Tür und unangeschnallt gefahren sind“, bestätigten mehrere Polizisten als Zeugen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Großer ABC-Einsatz der Feuerwehr

Am Immanuel-Kant-Gymnasium war Ameisensäure ausgetreten

Asseln Die Feuerwehr hatte am Donnerstagnachmittag einen großen ABC-Einsatz in Asseln zu bewältigen. Am Immanuel-Kant-Gymnasium war aus einem undichten Behälter Ameisensäute ausgetreten.mehr...

Zoff um Auftritt eines Reggae-Sängers

„Bounty Killer“ hetzte gegen Schwule, jetzt tritt er in Dortmund auf

Dortmund Der geplante Auftritt des jamaikanischen Reggae-Sängers mit dem Künstlernamen „Bounty Killer“ im Junkyard in Dortmund hat Empörung ausgelöst. Der Sänger hatte in der Vergangenheit in seinen Texten unter anderem dazu aufgefordert, Homosexuelle zu verbrennen und zu erschießen.mehr...

Angriff von Rechtsextremisten am Kanal

Dunkelhäutige Männer verfolgt, geschlagen und getreten

Dortmund Eine Gruppe von Personen, die die Polizei der rechtsextremistischen Szene zuordnet, hat am Donnerstagabend (19.4.) am Dortmund-Ems-Kanal drei dunkelhäutige Männer angegriffen und verfolgt.mehr...

Drei Männer störten Verhaftung an der Bornstraße

Opfer eines Handyraubes bekam gewaltbereite Hilfe

Dortmund Ein 31-jähriger Dortmunder war das Opfer eines Handyraubes geworden. Doch als die Polizei die mutmaßlichen Täter schließlich stellen und festnehmen wollte, trafen Freunde des Opfers ein. Sie störten den Einsatz und zeigten sich gewaltbereit.mehr...

Baubeginn der Brücke über B54 verschiebt sich erneut

Mehr als zwei Jahre warten auf einen Brückenschlag

Dortmund Die geplante Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Bundesstraße 54 in Höhe des Rombergpark wird vorerst nicht umgesetzt. Der Baubeginn verschiebt sich erneut. Das hat auch Auswirkungen auf weitere Bauabsichten.mehr...

rnRundgang durchs Herz des Signal Iduna Parks

Orga-Chef öffnet die Türen ins Innerste des BVB-Stadions

Dortmund Stadion-Knast, Krisen-Raum und Entmüdungsbecken im Signal Iduna Park – haben Sie davon schon einmal gehört? Wir zeigen Fotos vom Innersten des BVB-Stadions und einige Bereiche, die Sie selbst bei Führungen noch nicht gesehen haben.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden