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Brisante Entschärfung auf dem Tennisplatz

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Bombenfund im Hoeschpark.

So sah die Bombe aus.

Mitarbeiter des Ordnungsamts sperrten die Einfahrt zur Metro.

Den Tennisspielern der TG Westfalia dürfte noch nachträglich der Atem stocken: Während sie in den vergangenen Jahrzehnten über den Platz jagten, schlummerten rund eineinhalb Meter unter ihren Sportschuhen zwei gefährliche Bomben aus dem 2. Weltkrieg. Gestern entschärfte Walter Luth vom Kampfmittelräumdienst die beiden jeweils 500 Kilo schweren Blindgänger.

Gelassen steht der Experte gestern Morgen auf dem Tennisplatz. Gut 700 Fliegerbomben hat er unschädlich gemacht, seit er 1983 in den Dienst der Bezirksregierung trat. "Aber heute ist es brenzlig", sagt der Holzwickeder. Sorge bereitet ihm nicht, dass es diesmal zwei Bomben sind, die mit jeweils zehn Zentnern doppelt so schwer sind wie die meisten anderen. Und dass eine der beiden "MC 1000" auf dem Kopf steht, ist auch nicht das Hauptproblem. "Die müssen wir untergraben, damit ich an den Zünder komme.

Aber bei der anderen Bombe ist der Zünder abgebrochen, und der Schlagbolzen steckt noch im Detonator." Ob er sich jemals nach der Begutachtung eines Blindgängers geweigert habe, zum Werkzeug zu greifen? Luth schüttelt den Kopf.

Auch gestern lief wieder alles glatt. Um 14.15 Uhr begann der Feuerwerker seine Arbeit - 31 Minuten später gab er Entwarnung, alle Sperrungen und Evakuierungen konnten aufgehoben werden. Zuvor hatten Mitarbeiter des Ordnungsamts im Umkreis von 500 Metern alle Anwohner aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen.

In den drei betroffenen Kindergärten waren die Eltern schon am Vortag gewarnt worden, so dass viele ihre Sprösslinge zuhause behielten. 40 Kinder kamen in der Kita an der Dürener Straße unter. Die Brakeler Straße musste für 40 Minuten gesperrt werden. Der Metro-Großmarkt hatte wegen der Evakuierung ab 13 Uhr geschlossen, McDonalds, Tankstelle und andere Geschäfte machten nach der Entschärfung wieder auf. weg

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