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Ordner als Opfer

Brüder für Schlägerei im BVB-Stadion verurteilt

DORTMUND Signal Iduna Park im April 2013: Der BVB spielt gegen Augsburg und zwei Fans aus Ahlen legen sich mit Stadion-Ordnern an. Am Freitag beschäftigte der Fall das Amtsgericht Dortmund. Die Staatsanwaltschaft warf den Brüdern vor, Ordner misshandelt zu haben. Die Angeklagten sahen das anders - und wurden doch zu Geldstrafen verurteilt.

Brüder für Schlägerei im BVB-Stadion verurteilt

Der Signal Iduna Park.

Staatsanwalt Dirk Stickeln hat die beiden Brüder aus Ahlen wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie hätten mehrere Ordner geschlagen, einem mit voller Wucht zwischen die Beine getreten und sich gegen ihren berechtigten Rausschmiss aus dem Stadion gewehrt, heißt es in der Anklageschrift. Das Stadionverbot habe das Wachpersonal durchsetzen wollen, weil die Brüder "beleidigende Gesten" in Richtung der Augsburger Fans gemacht hätten. Die Angeklagten sind angesichts dieser Vorwürfe entsetzt. "Das war doch ganz anders", sagte der mit 33 Jahren ältere der beiden Brüder. Die Ordner seien hochgradig aggressiv auf sie zugekommen und hätten gar nicht mit sich reden lassen wollen. "Natürlich hatten wir vorher auch mal den Stinkefinger in Richtung Gästeblock gezeigt", erinnerte sich der Angeklagte. "Aber wenn man dafür gleich ein Stadionverbot bekommt, müsste man doch die halbe Südtribüne rausschmeißen."

Tatsache ist, dass die beiden Brüder damals in einen Aufzug geführt wurden und anschließend Gesichtsverletzungen davon getragen haben. Fakt ist aber auch, dass mehrere Ordner Blessuren erlitten. Einer war nach dem Vorfall gar fünf Wochen lang krank geschrieben und ist heute angeblich nur noch ein Schatten seiner selbst. "Ich kann nicht mehr richtig pennen. Ich habe dauernd Kopfschmerzen und Nackenschmerzen", sagte er. Vor allem aber mache ihm eine Wesensveränderung zu schaffen. "Ich bin seitdem hyperaggressiv, obwohl ich das gar nicht will. Wenn mir einer blöd kommt und mich belehren will, werde ich sofort laut", sagte der Zeuge vor Gericht. Als Ordner arbeitet er in dieser Saison aber immer noch.

Selten stand so deutlich Aussage gegen Aussage wie in diesem Fall. Am Ende legte sich das Gericht aber fest. Die beiden Fußballfans wurden wegen Körperverletzung zu Geldstrafen verurteilt – einer muss 2700 (90 Tagessätze), der andere 1400 Euro (40 Tagessätze) zahlen.  

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