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Bürgerbüros für Hochwasseropfer haben Arbeit aufgenommen

DORTMUND Seit Montag hat die Stadt drei Anlaufstellen für Hochwasseropfer in Marten, Dorstfeld und bei den Bürgerdiensten in der City eingerichtet, um knapp 700.000 Euro aus dem Spendentopf der Wohlfahrtsverbände zu verteilen. Wir waren vor Ort.

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Am Tag der Eröffnung herrschte Hektik im Hochwasser-Bürgerbüro in Marten.

Sozialarbeiterin Elke Busse vom Bürgerbüro in Marten listete mit Hochwasseropfer Werner Baller alles auf, was nicht mehr verwendungsfähig ist. Der 49-Jährige dokumentierte wie andere Betroffene auch seinen Schaden mit Fotos.

"Mahlzeit", sagt Werner Baller, als er um 14.30 Uhr das provisorische Bürgerbüro an der Steinhammer Straße in Marten betritt. "Hatten wir heute noch nicht", sagt Elke Busse. Das Brötchen der Sozialarbeiterin wartet angebissen auf dem Schreibtisch, die Papiertaschentücher für weinende Hochwasseropfer liegen griffbereit daneben. Baller ist Nr. 19 unter den Betroffenen, die gestern in Marten Hilfe nach dem Unwetter vom 26. Juli suchten.

Wie berichtet, hat die Stadt seit Montag drei Anlaufstellen für die Hochwasseropfer in Marten, Dorstfeld und bei den Bürgerdiensten in der City eingerichtet, um die knapp 700.000 aus dem gemeinsamen Spendentopf der Wohlfahrtsverbände so gerecht wie möglich zu verteilen.

Einige ohne Termin - 20 Minuten pro Antragsteller

Während sich morgens in der zweiten Etage des Gebäudes Steinhammer Straße 3 Hektik verbreitet, weil einige ohne Termin gekommen sind, hat sich nachmittags das Prozedere eingespielt. Jeder bekommt in den nächsten zwei Wochen unter Telefon 5010000 einen Termin. 20 Minuten Zeit pro Antragsteller haben die Mitarbeiter des Diakonischen Werks und der städtischen Sozialverwaltung.

Bei Werner Baller ist das Wasser "nur" in den Keller gelaufen, wo noch immer der Trockner steht. Wie schlimm es war, belegen Fotos, die der 49-jährige Wachmann in seiner blauen Plastikmappe mitgebracht hat. Kellerbar, Fitnessraum, Werkstatt - alles kaputt. Und die Gas-Heizung, die erst gestern neu kam. Die koste allein 4500 bis 5000 , berichtet er. Vier Tage lang habe er mit acht bis zehn Leuten geschuftet, um das Schlimmste zu beseitigen. Zweieinhalb Tage war man ohne Strom. Danach raste der Zähler. "80 kW pro Tag." Auf 18.000 bis 20.000 schätzt Baller seinen Schaden. "12,5 Kubikmeter Hausrat sind verschlammt", erzählt er Elke Busse, die die Inventarliste mit ihm abhakt.Hoffnung auf Spendentopf 

Er hatte Glück im Unglück, denn 7500 übernimmt die Versicherung, da er zur Hausrats- auch eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen hatte, antwortet Baller wahrheitsgemäß. Sein neun Monate altes Auto ist Totalschaden, auch das trägt die Versicherung. Baller bleibt auf den Gebäudeschäden im Keller sitzen und hofft nun auf Hilfe aus dem Spendentopf: "Der Schaden im Mauerwerk ist noch nicht absehbar."

Über die Soforthilfe von bis zu 1000 werde heute entschieden, verspricht Elke Busse. Einen Termin für den Folgeantrag bekommt Baller für nächsten Freitag. "Fast jeder, der hierher kommt, braucht einen Folgetermin", erzählt Elke Busse, "mit 1000 ist niemandem geholfen."

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