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Hauptbahnhof Dortmund

DB-Hochhaus fällt für neues Hotel

DORTMUND Rund 7000 Hotelbetten gibt es aktuell in Dortmund. Und es werden immer mehr. Vor allem in der City. Jetzt soll dafür ein markantes Gebäude am Hauptbahnhof unter die Abrissbirne kommen.

DB-Hochhaus fällt für neues Hotel

Das leer stehende Verwaltungsgebäude der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof wird abgerissen, um für einen Hotelneubau Platz zu machen. Foto: Dieter Menne Dortmund

Angekündigt war es schon länger: Dort, wo jetzt das DB-Hochhaus am Hauptbahnhof steht, soll ein neuntes Hotel die wachsende Hotelmeile zwischen Burgwall und Königswall ergänzen, eventuell in Kombination mit einem Bürogebäude.

Das ehemalige Verwaltungshochhaus der Bahn steht seit 2013 leer und sollte zwischenzeitlich saniert werden. Doch das Immobilienunternehmen Aurelis Real Estate hat jetzt das über 2500 Quadratmeter große Grundstück mit dem zehngeschossigen Hochhaus und einem dreigeschossigen ebenfalls leer stehenden Bürogebäude an die britische Hotelkette "Premier Inn“ verkauft. Die will den Komplex abreißen.

Stillschweigen zum Kaufpreis

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Für die Entwicklung des Areals hat Premier Inn eigens eine Projektgesellschaft gegründet. Mit Einzelheiten zum Projekt hält sich Premier Inn zurück. Man sei noch in der Planungsphase.

Laut Aurelis-Sprecher Dirk Dratsdrummer sind die Hotelpläne vergleichbar mit dem Neubau, den Premier Inn zurzeit auf dem Gelände des ebenfalls abgerissenen DB-Hochhauses in Essen errichtet. 2019 soll das Essener Hotel eröffnen. Dort entstehen 193 Zimmer auf 13 Etagen sowie eine Parkgarage mit 47 Stellplätzen und ein Coffee Shop im Erdgeschoss.

Premier Inn ist auf Expansionskurs

Premier Inn will in Deutschland ein flächendeckendes Angebot für Geschäfts- und Freizeitreisende schaffen. Bis 2020 plant die Kette, hierzulande rund acht Häuser in Betrieb zu nehmen. Das erste wurde 2016 in Frankfurt eröffnet. Neben drei neuen Hotels in Hamburg und dem in Essen stehen München, Leipzig, Freiburg sowie Stuttgart und Düsseldorf als Standorte fest. „Wir sind zurzeit auf Expansionskurs“, heißt es bei Premier Inn, „und Dortmund ist eine sehr attraktive Stadt für uns.“

Dortmund verzeichnet seit Jahren steigende Übernachtungszahlen. 2016 waren es gut 1,2 Millionen. Die städtischen Wirtschaftsförderer rechnen bis 2024 sogar mit zwei Millionen. Allerdings warnt der jüngste „Hotelmarkt-Report NRW“ vor einem „Verdrängungswettbewerb“. Bis 2020 könnte das Angebot in Dortmund um rund 1000 Zimmer wachsen – ein Plus von 28 Prozent. Das ist mehr als der Zuwachs in den vergangenen zehn Jahren. Für zusätzliche Projekte gebe es nur noch „sehr beschränktes Potenzial“.

Für Tagungstourismus

Matthias Rothermund und Sigrun Späte von Dortmund-Tourismus dagegen sehen die Entwicklung gelassen. „Die Projekte liegen im Plan“, sagt Späte. Vor Jahren habe eine große Hotelmarktstudie festgestellt, dass es zu wenig Hotelbetten in Dortmund gebe. Späte: „Besonders für den Tagungs-, Kongress- und Messetourismus sind zusätzliche Angebote nötig, da für die Akquise neuer Veranstaltungen immer Hotelbetten gefragt sind.“

Zudem machten die Hotelentwickler im Umfeld umfangreiche Studien, ob sich die Investition rentiere. Und nicht alle angekündigten Projekte würden realisiert. „Daher sind konkrete und schon begonnene Projekte immer gut“, teilt Dortmund-Tourismus mit.

Weitere Hotelpläne



Hotelpläne in der Innenstadt gibt es unter anderem für das Dortberg-Haus an der Katharinenstraße (Intercity-Hotel), an der Schwarze-Brüder-Straße (Coffee Fellows), im früheren Versorgungsamt an der Rheinischen Straße (Novum), und am Burgwall (Leonardo). Das Unique-Hotel am Westentor und das Esplanade am Burgwall erweitern. Erst in der vergangenen Woche hat ebenfalls am Burgwall ein B+B-Hotel eröffnet.

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