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Folgen von Deal zwischen RWE und Eon

DEW21 könnte wieder komplett kommunal werden

Dortmund Noch immer ist unklar, welche Folgen die geplante Übernahme der RWE-Tochter Innogy durch Konkurrent Eon für die Arbeitsplätze in Dortmund hat. Das Geschäft der Energieriesen könnte aber Folgen für die Gesellschafterstruktur des Dortmunder Energieversorgers DEW21 haben.

DEW21 könnte wieder komplett kommunal werden

DSW-Vorstandschef Guntram Pehlke denkt über mögliche Folgen der Innogy-Übernahme durch Eon nach. Foto: Gregor Beushausen

Nach einer sogenannten „Change-of-control“-Klausel hat die Stadttochter DSW21 mit dem Eigentümerwechsel die Möglichkeit, die DEW-Beteiligung komplett zu übernehmen.

Zurzeit hält Innogy den früheren RWE-Anteil an DEW21 von 39,9 Prozent. Er würde mit der Innogy-Übernahme dann an Eon übergehen. Die Stadt beziehungsweise DSW könnte dann aber auch die Option nutzen, die Anteile ganz neu sortieren, erklärt DSW-Vorstandschef Guntram Pehlke am Mittwoch im Finanzaussschuss des Rates.

Denkbar ist sowohl, DEW wieder komplett zu kommunalisieren oder den Eon-Anteil zumindest zu verringern. Der Preis, den man dafür zahlen müsste, würde durch einen neutralen Gutachter ermittelt, erläuterte Pehlke.

Kampf um die Arbeitsplätze am Standort Dortmund

Die Stadt könnte die DEW-Beteiligung von Eon aber auch als Trumpf zur Sicherung der Arbeitsplätze in Dortmund nutzen. Wie berichtet, sind von der Neuordnung der Geschäftsfelder der beiden Energieriesen RWE und Eon rund 2800 Arbeitsplätze in Dortmund betroffen – bei Verteilnetzbetreiber Westnetz und bei der Innogy AG, die bislang aus einen Großteil des Stromvertriebs von RWE organisiert.

Der Westnetz-Standort könnte durch den Eigentümerwechsel sogar gestärkt werden, deutete Pehlke an. Die Zukunft der Innogy-Arbeitsplätze hängt davon ab, ob Eon bereit ist, den Vertrieb künftig dezentral zu organisieren. Bislang werde der Eon-Vertrieb zentral aus München gesteuert, erklärte Pehlke.

Nachdenken über Eon-Aktien

Eine weitere Überlegung ist, zusätzlich zu den RWE-Aktien, die DSW hält, auch Eon-Aktien zu kaufen – wenn auch nur in „symbolischer Größenordnung“, wie Pehlke erklärte. Das reiche dann nicht unbedingt aus, um Einfluss auf die Geschäftspolitik von Eon zu nehmen. „Aber als Aktionär wäre man zumindest am Informationsfluss beteiligt“, sagte Pehlke.

Es bleibt aber noch etwas Zeit, sich die Karten zu legen: Pehlke geht davon aus, dass die Innogy-Übernahme zum 1.7.2019 wirksam wird.

Die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) besitzen 23,6 Millionen und damit 3,8 Prozent der RWE-Aktien.

Ein Verkauf der Anteile scheint trotz der sich anbahnenden Veränderungen derzeit aber kein Thema zu sein. Denn DSW-Vorstandschef Guntram Pehlke setzt weiter auf Einnahmen aus der RWE-Beteiligung. „Wir rechnen weiter mit einer attraktiven Dividende“, erklärte er im Finanzausschuss des Dortmunder Rates.

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