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Dach-Schaden

Martina Schepers will es, und Falk Röbbelen will es sowieso. Die Stadt ist zögerlich, und Dieter Zillmann will es gar nicht. Es - das ist eine neuartige Dachwerbung auf Taxen.

Dach-Schaden

Zumindest neuartig für Dortmund. Denn Falk Röbbelen, Geschäftsführer der Hamburger Werbefirma Taxi-Ad, sagt: "Bundesweit fahren ca. 2000 Taxen mit unserer Dachwerbung; in Köln z. B. 160, in Düsseldorf 120." Nur in Dortmund bekommt er kein Bein an den Boden. Obwohl Martina Schepers gerne möchte.

Schon vor Wochen hat Röbbelen in ihrem Auftrag einen Antrag bei der Stadt gestellt. Die Aplerbecker Taxi-Unternehmerin, nicht in der Genossenschaft organisiert, würde gerne auf zehn Wagen die auffälligen Flächen montieren. Schepers: "Das Geld könnte ich gut gebrauchen." Schließlich würde die Top-Werbung laut Röbbelen pro Monat rund 70 bis 75 Euro netto pro Wagen einfahren.

Geld ist nicht alles, meint dagegen Dieter Zillmann, Chef der Taxi-Genossenschaft, für die etwa 500 der insgesamt 613 Dortmunder Droschken unterwegs sind. "Ehrlich, wollen Sie in einer rollenden Werbefläche von A nach B gefahren werden?"

Zillmann redet sich regelrecht in Rage, wenn er seine Argumente gegen die Dach-Werbung aufzählt: der Erkennungswert der Taxen ginge dadurch verloren, der Spritverbrauch steige, es widerspreche dem Image der sauberen, service-freundlichen "Plus"-Taxi-Initiative, etc.

Und die Einnahmen für den einzelnen Unternehmer seien auch nicht so doll. Bei der Werbung auf den Seitenflächen der Wagen - Zillmann nach wie vor ein Dorn im Auge - seien den Unternehmern damals ca. 150 pro Monat versprochen worden. "Realistisch sind derzeit 50 bis 70 ", sagt Zillmann und fasst seine Ablehnung noch einmal zusammen: "Wir wehren uns mit Händen und Füßen dagegen."

Die Dach-Werbung genießt bei der Stadt ebenfalls keine großen Sympathien, wie Falk Röbbelen glaubt. Es sei schon unglaublich, wie der Antrag von Martina Schepers verzögert werde.

Albert Götzmann, Vize-Leiter des zuständigen Tiefbauamtes, gibt zu, dass die Stadt dieses Thema bislang "nicht weiterverfolgt hat". Allerdings gäbe es unterdessen einen Erlass, der eine solche Werbe-Art grundsätzlich erlaube. Zum Stand des Antragsverfahrens von Martina Schepers meint Götzmann: "Wir sind im Entscheidungsprozess, und die Entscheidung wird bald fallen." jöh

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