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Goystadion

Darum macht dieser neue Kunstrasen viele Sportler in Dortmund glücklich

HÖRDE Es könnte einer der entscheidendsten Schritte in der Sportgeschichte Hördes sein: Der Kunstrasen im Goystadion liegt, der Spielbetrieb läuft wieder. Wir erklären, warum das Folgen für viele Sportler in Dortmund hat.

Darum macht dieser neue Kunstrasen viele Sportler in Dortmund glücklich

Der Kunstrasen im Goystadion ist fertig. Der Spielbetrieb in Dortmunds drittgrößtem Stadion läuft wieder. Foto: Felix Guth

Es brummen noch die Bagger-Motoren am Stadion. In dieser Woche stehen noch Restarbeiten an der Laufbahn und an der neuen Rampe an, die die Zufahrt für Pflegegeräte und den Rettungsdienst zum Spielfeld ermöglicht. Außerdem werden die Flutlichtmasten im Laufe dieser Woche angeschlossen, kündigt Stadtsprecherin Katrin Pinetzki an.

Neben dem Motorenbrummen erklingen hier wieder die Geräusche, die zuletzt so lange gefehlt haben. Kinder rufen sich mit grellen Stimmen Kommandos zu. Ihr Kunstlederfußball berührt ihren Kunstlederschuh, das dumpfen Ploppen hallt von den leeren Tribünen des Goystadions wider. Diese einfache Sportplatz-Sinfonie arrangieren hier ein paar Hörder Jungs, die spontan zum Kicken hergekommen sind.

VfL Hörde und South Soccers Dortmund konnten nicht spielen

Sie klingt umso schöner, wenn man sie lange nicht gehört hat. Seit Frühjahr 2016 war das Dortmunds drittgrößtes Fußballstadion mit Leichtathletik-Laufbahn für die beiden Nutzervereine VfL Hörde und South Soccers Dortmund nicht benutzbar. Nach jahrelangem Warten hatten die städtischen Sport- und Freizeitbetriebe bereits 2015 das Goystadion im Kunstrasen-Programm endlich bedacht.

Die Arbeiten begannen im Mai 2016 – und mussten nach wenigen Wochen wieder gestoppt werden, weil Bergbaustollen auftauchten. Statt für die angekündigten drei bis vier Monate mussten die Fußballer für fast 15 Monate umziehen und auf der Bezirkssportanlage in Hacheney trainieren und spielen.

Viele Probleme für die Vereine

„Es war eine unendliche Geschichte, die uns viele Probleme bereitet hat. Jetzt haben wir die Chance, dass vieles wieder zurückkommt“, sagt Rainer Blinne, Vorsitzender des VfL Hörde. Dass über Bergbauuntersuchungen nicht nachgedacht worden sei, obwohl diese Problematik bekannt sei, hält Blinne für „nicht professionell“. Der lange Umbau habe besonders im Nachwuchsbereich Mitglieder gekostet. Schon in den Jahren zuvor hatten viele junge Fußballer dem Aschenplatz im Goystadion den Rücken gekehrt.

Zugleich hat es der VfL geschafft, seine wichtige integrative Rolle, die er im Stadtteil spielt, zu behalten.. Der Verein wird im Zuge des Umbaus noch weitere Containerräume zur Verfügung gestellt bekommen. Bis zur offiziellen Übergabe der rund 1,5 Millionen Euro teuren neuen Anlage an die Vereine könnte wegen der ausstehenden Restarbeiten noch etwas dauern.

Umbau der Sportanlage Hacheney beginnt bald

An der Planung in Hörde hängt eines der größten sportpolitischen Vorhaben der jüngeren Vergangenheit: der Bau eines Leichtathletikstadions in Hacheney. Wie mehrfach berichtet, soll aus der schnöden Bezirkssportanlage ein moderner Leichtathletik-Standort werden. Die Verzögerung im Goystadion hatte auch den Fortschritt in Hacheney gehemmt, weil der Platz auf einmal wieder benötigt wurde. „Die ersten Arbeiten zum Umbau der Sportanlage Hacheney werden witterungsabhängig voraussichtlich noch im November beginnen“, sagt Stadtsprecherin Katrin Pinetzki nun.

Wie das Leichtathletik-Stadion letztlich aussehen wird, hängt noch vom Verlauf verschiedener Diskussionen ab. Unter anderem haben Anwohner in diesem Einfamilienhaus-Gebiet in Hacheney Bedenken wegen der Verkehrs- und Lärmbelastung. Ausdrücklicher Wunsch der Dortmunder Leichtathletik-Vereine ist ein Stadion für Training und Wettkämpfe. In den bisherigen Planungen sind bis zu drei Ausbaustufen vorgesehen, an deren Ende das Stadion auch Tribünen für bis zu 800 Zuschauer erhalten würde.

Den VfL Hörde gibt es seit 1912.

Das Goystadion mit einem aktuellen Fassungsvermögen von 5000 Zuschauern wurde 1928 eröffnet.

Der VfL Hörde ist am 11. Dezember 1932 die erste Dortmunder Mannschaft, die den FC Schalke 04 in einem Meisterschaftsspiel besiegt. Größter Erfolg des VfL Hörde ist der Aufstieg in die Oberliga 1964.

Hier trainierte und spielte der Deutsche Feldhandball-Meister von 1964, TuS Wellinghofen.

Olympiasiegerin Annegret Richter drehte 1976 hier ihre Trainingsrunden.

Brechten Die Spieler des Stadtteilvereins haben neuerdings etwas mit denen der Nationalmannschaft gemein: Seit Samstag gibt es sie als Sticker zum Sammeln. So reich wie die berühmten Kollegen werden sie damit zwar nicht, aber der Erlös kommt ihnen trotzdem zugute.mehr...

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