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Aktion #DieTotenkommen

Das bedeuten die falschen Flüchtlingsgräber in Dortmund

DORTMUND Die Aktion begann in Berlin - jetzt hat sie auch Dortmund erreicht: Mehrere Grabimitate sind in der Innenstadt aufgetaucht. Sie sollen an ertrunkene Flüchtlinge erinnern. Wir erklären, was hinter dieser Aktion steckt.

Das bedeuten die falschen Flüchtlingsgräber in Dortmund

Dieses Grab soll an ertrunkene Flüchtlinge erinnern.

Jetzt sind sie also auch in Dortmund angekommen, die Toten. Keine echten Toten, es sind Grabimitate, die wie echte Gräber aussehen. Eins steht am Wall am Schauspiel, zwei befinden sich im Westpark. Grabplatten aus Holz darauf, auf der am Wall steht „Dem Unbekannten Gelfüchteten (Gestorben im Mittelmeer)“.

Dortmund. #dietotenkommenpic.twitter.com/bbll9URwiW

— Politische Schönheit (@politicalbeauty)

Dem unbekannten Geflüchteten (gestorben im Mittelmeer) #dietotenkommen@politicalbeautypic.twitter.com/3cIuKTqhJW

— Schauspiel Dortmund (@SchauspielDo)

Die Grabimitate sollen an die vielen tausend im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge erinnern, die auf ihrem Weg nach Europa gestorben sind. Wer die Gräber in Dortmund initiiert hat? Unklar.

Klar indes, wo die Idee ihren Ursprung hatte: Im in Berlin angesiedelten „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS). Dort fand die Aktion, die letztlich eine Kunstaktion ist, ihren Anfang. Tausende Demonstranten zogen dort vor fünf Tagen im „Marsch der Entschlossenen“ vor den Bundestag und hoben mehr als 100 Gräber – aus Protest gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik.

Nachahmer in anderen Städten

Es ist eine makabere Symbolik, doch laut der Internetseite des ZPS geht es mit den stilisierten Gräbern „um die Sprengung der Abschottung des europäischen Mitgefühls“. Die Aktivisten des ZPS hatten auch echte Leichen von Flüchtlingen exhumiert und anschließend würdevoll beigesetzt. Seit der Aktion vor dem Reichstag wurde einerseits gegen 91 Demonstranten ermittelt, andererseits fand das Projekt auch Nachahmer in anderen Städten – und ist am Donnerstag in Dortmund angekommen.

Laut Stadtsprecher Frank Bußmann sieht die Stadt „derzeit keine Veranlassung, etwas gegen die Gräber zu unternehmen.“ Anders wäre das nur, wenn weitere Gräber den Verkehr behindern oder Menschen gefährden würden.

Ein Scheingrab in Duisburg, am Wochenende aufgestellt, wurde am Montag von der Stadt entfernt. Sollten weitere Schein-Gräber auftauchen, hieß es in Duisburg, werde man sich rechtliche Schritte vorbehalten.

 

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