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Polizei riegelte Hooligans ab

Demo in Dortmund verlief weitgehend friedlich

DORTMUND Nahe des Dortmunder Hauptbahnhofs haben am Samstag bis zu 500 Hooligans und Nazis demonstriert - jedoch von einem massiven Polizeiaufgebot umgeben. Und somit weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zu den befürchteten Gewalttätigkeiten kam es nicht. Einschränkungen für Reisende hielten sich in Grenzen.

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Blick auf den Königswall: Kein Durchkommen für Autos.

Die Polizei zeigte am Samstag massive Präsenz in Dortmund.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

  • In der Spitze sollen 500 Hooligans/Nazis an der Demo teilgenommen haben.
  • Die Stand-Kundgebung an der Bahnhofstraße endete um 17 Uhr.
  • Die Polizei war am Samstag mit rund 2000 Einsatzkräften massiv präsent. 
  • Mehrere Demo-Teilnehmer kamen in Gewahrsam. Die befürchteten Gewalttätigkeiten blieben aber aus. 
  • Am frühen Nachmittag brannte ein Auto in der Kapellenstraße nahe des Hauptbahnhofs.
  • Es gab auch Demos des Blockado-Bündnisses sowie eine Kurden-Demo.
  • Der Königswall war von mittags bis 18.15 Uhr für den Verkehr gesperrt.
  • Sonstige Einschränkungen für Reisende hielten sich in Grenzen. 
  • Besucher konnten ohne weiteres in der City einkaufen.

 

Aktualisierung 18.10 Uhr: Vorläufiges Fazit der Polizei

Die Polizei hat eben ein vorläufiges Fazit für den Demo-Samstag gezogen. Darin wird Einsatzleiter Dieter Keil zitiert: "Zu den befürchteten Gewalttätigkeiten ist es in Dortmund nicht gekommen. Mit starken Polizeikräften haben wir von Beginn an keinen Zweifel an unserem Einsatzziel - gegen Straf- und Gewalttäter konsequent vorzugehen - aufkommen lassen."

Hooligan-Demo neben dem Dortmunder Hauptbahnhof

Viel Polizei vor dem Dortmunder Hauptbahnhof.
Der Königswall am Hauptbahnhof: die Straße ist gesperrt. Mit vielen Kräften will die Polizei Konflikte zwischen Hooligans und Nazigegnern verhindern. Busse können den Bereich zur Zeit passieren.
Der Bereich an der Bahnhofstraße ist dicht abgeriegelt. So will die Polizei Konfrontationen verhindern.
Auf der Bahnhofstraße: Die Strahlrohre eines Wasserwerfer sind auf die Kundgebungsfläche der Hooligans ausgerichtet.
Der öffentliche Nahverkehr ist gegen 13 Uhr nicht beeinträchtigt, mit wenigen Ausnahmen.
Die Polizei zeigte am Samstag massive Präsenz in Dortmund.
Polizeifarzeuge vor dem Dortmunder Hauptbahnhof.
2000 Polizisten sind in Dortmund im Einsatz.
Die Polizei bewältigte einen Großeinsatz mit 2000 Einsatzkräften und viel Material.
Ein Räumfahrzeug der Polizei steht auf der Brinkhoffstraße am Dortmunder U bereit.
Ein Wasserwerfer der Polizei auf der Brinkhoffstraße.
Die Hooligans dürfen unter dem Harenberg-Hochhaus neben dem Hauptbahnhof eine Standkundgebung abhalten.
Die Polizei hat Kontrollstellen aufgebaut: in diesen Zelten werden Personen auf verbotene Gegenstände untersucht.
In einer langen Schlange mussten Hooligans und Neonazis vor Kontrollzelten auf Einlass und Durchsuchungen warten.
Auch ein Teilnehmer der Hooligan-Demonstration.
Diese Nazis hatten Spaß daran, fotografiert zu werden.
In Dortmund versammelte sich die Hardcore-Hooligan- und Nazi-Szene.
Reiterstaffel der Polizei auf dem Königswall.
Rednerin Tatjana Festerling bei der hooligan-Demonstration in Dortmund.
Eine Reiterstaffel der Polizei auf dem Königswall.
Am Samstag fand eine Hooligan-Demonstration in Dortmund statt.
Die Bahnhofstraße in Dortmund: ein Wasserwerfer der Polizei ist auf die Fläche der Kundgebung ausgerichtet. Auch Räumfahrzeuge stehen bereit.
Auf der Kampstraße startete am Mittag eine Demonstration von Nazigegnern.
Polizei auf der Kampstraße an der Reinoldikirche.
Blick auf den Königswall in der Dortmunder Innenstadt.
Blick auf den Königswall.
Polizei vor der Katharinentreppe am Hauptbahnhof.
Blick auf den Königswall: Kein Durchkommen für Autos.
Der Königswall ist gesperrt - ein Linienbus darf durchfahren.
Erste Kontrollen vor der Bahnhofstraße. Ein Polizist überprüft ein Transparent.

Dank der guten Zusammenarbeit mit der Bundespolizei sei auch die Anreise der Teilnehmer störungsfrei verlaufen, ebenso - bisher - die Abreise.

Laut Polizei wurden drei Teilnehmer der Hooligan-Demo in Gewahrsam genommen, gegen einen Teilnehmer erging ein Haftbefehl.

Aktualisierung 17.42 Uhr: Stau auf dem Wall

Es läuft, wie es im Fachjargon heißt, weiterhin die Abmarschphase. Hooligans und Nazis, aber auch Antifa-Vertreter sind auf dem Heimweg. Im Hauptbahnhof, so schildert unser Reporter, ist die Lage etwas unübersichtlich - es gehe im Moment aber alles friedlich zu. Die Polizei ist mit einem großen Aufgebot dort vertreten. 

Der Königswall ist noch immer für den Verkehr gesperrt - es wird wohl auch noch eine Weile dauern, bis der Verkehr dort wieder rollen kann. Auch auf dem Rest des Walls, also auch im Süden der City, gibt es derzeit erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen - die Autos stauen sich dort. Autofahrer brauchen etwas Geduld. Wir melden uns an dieser Stelle, wenn es etwas Neues gibt, beenden aber ansonsten an dieser Stelle unseren Live-Ticker zum Demo-Geschehen. 

Einen schönen und vor allen Dingen friedlichen Samstagabend allerseits!

Aktualisierung 17.09 Uhr: Demo offiziell beendet

Um exakt 17.01 Uhr meldete die Polizei Dortmund bei Twitter, dass die Demo nun offiziell beendet ist. Damit läuft die Abmarschphase der Teilnehmer, die noch übrig geblieben waren. 

Die Aufräumarbeiten hatten schon etwas früher begonnen: 

Die Polizei sammelt abseits der Hooligan-Demo gerade Leergut ein #nonazisdopic.twitter.com/nobavSf8mb

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

Aktualisierung 16.45 Uhr: Demo unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Unser Reporter Peter Bandermann zieht ein erstes Zwischenfazit des Nachmittags: Der Plan der Polizei gehe bis jetzt auf - Hooligans und Neonazis sind hermetisch abgeriegelt. Sie demonstrieren zwar unter freiem Himmel, aber quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

In der Spitze waren kurzzeitig bis zu 500 Hooligans / Neonazis auf der Kundgebung. Wenige Minuten nach Beginn ist die Zahl auf etwa 250 herabgefallen - weil etliche Teilnehmer vorzeitig abgereist sind. Versammelt hat sich die Hardcore-Hooligan- und Naziszene aus Deutschland. Es kommt jetzt auf die zu erwartende Abmarschphase an.

Abgesehen vom Verkehr auf dem Königswall konnten sich Dortmunder und Besucher der Stadt bisher frei bewegen - Ergebnis eines umsichtigen Einsatzkonzeptes der Polizei. 

Aktualisierung 16.31 Uhr: Die rechte Szene harrt aus

Die Demo läuft, es gibt einige Redebeiträge. Wie lange die Versammlung noch dauert, ist unklar. Unser Reporter schätzt, dass inzwischen nur noch etwa 150 bis 200 Zuhörer da sind - die meisten gehören der Hardcore-Szene der Hooligans und Nazis an. 

Aktualisierung 16.11 Uhr: Demo läuft inzwischen

Unser Reporter teilt mit, dass die Demo seit Kurzem läuft. Doch längst sind nicht mehr alle Teilnehmer da. 

Die Hooligan-Demo läuft wenige Minuten - etliche Teilnehmer verlassen den Bereich Richtung Hbf #Dortmund#nonazisdopic.twitter.com/2rYDi4eT3U

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

Aktualisierung 15.55 Uhr: Gruppen verlassen die Demo

Das Programm der Hooligan-Demo hat noch immer nicht so richtig begonnen - offenbar gibt es Technik-Probleme. Ob das dazu führt, dass Teilnehmer dem Ganzen den Rücken kehren? Unser Reporter berichtet jedenfalls, dass seit Längerem immer mehr Teilnehmer in Gruppen vom Veranstaltungsort weggehen. 

An der Katharinentreppe ist derweil der Beobachtungsposten der Antifa. Hier stehen noch vereinzelte Gruppen, die Lage ist ruhig. Die Polizei hat den Kundgebungsort der Hooligans auch mit einer dichten Kette aus Beamten und Fahrzeugen schon direkt hinter dem Platz der Deutschen Einheit am Fußballmuseum in Richtung Königswall abgeriegelt. Der Wall ist hier weiterhin komplett gesperrt. Auch der Bahnhofsvorplatz ist mit Polizeifahrzeugen „geteilt“. Der Zugang zum Bahnhof ist aber für Reisende weiter möglich.

Aktualisierung 15.30 Uhr: Mehrere Personen in Gewahrsam

Unser Reporter berichtet, dass die Polizei inzwischen mehrere Personen in Gewahrsam genommen hat. Sie hatten unter anderem rechte Parolen ausgesprochen. 

Abgeführt wurde auch ein früherer Hogesa-Wortführer. Als die "Hooligans gegen Salafisten" (Hogesa) Ende September 2014 an der Katharinentreppe in Dortmund demonstrierten, war jener Wortführer dabei gewesen. 

Am Fußballmuseum haben sich rund 200 Nazi-Gegner postiert, die auch von der Polizei abgeschirmt werden. Es gibt Sprechchöre von beiden Seiten. 

Aktualisierung 15.12 Uhr: Brennendes Auto in Kapellenstraße

Bis jetzt hatte es wenige Zwischenfälle im Zusammenhang mit der Hooligan-Demo gegeben. Nun aber musste sogar die Feuerwehr eingreifen, als gegen 14.35 Uhr ein Auto an der Kapellenstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs brannte. In der Nähe, teilt die Polizei mit, seien eine Flasche und vermutlich Brandbeschleuniger gefunden worden. 

Einen Zusammenhang mit der Versammlung von Rechtsextremisten und Holligans, schreibt die Polizei, "kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, gilt nach jetzigem Kenntnisstand sogar als sehr wahrscheinlich".

Zuvor meldete die Polizei, dass ein Demo-Teilnehmer bei seiner Ankunft am Bahnhofsvorplatz den Hitlergruß gezeigt habe - er erhielt eine Anzeige und einen Platzverweis. Ein weiterer Teilnehmer sei vorläufig festgenommen wurden, nachdem er Polizisten lautstark beschimpft hatte. 

Aktualisierung 14.44 Uhr: Demo-Start verzögert sich weiter

Die Kontrollen in den Zelten der Polizei werden noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Aktuell befinden sich etwa 300 Hooligans und Neonazis in der Bahnhofstraße. Die Demonstration wird voraussichtlich erst in einer Stunde beginnen. Toiletten gibt es nicht. 

Eine Info für DSW21-Kunden: Das Kundencenter an der Petrikirche ist geschlossen.

Per Twitter schreibt die Feuerwehr Dortmund übrigens, dass sie aufgrund der Demos bisher keine Einsätze hatte:

#Dortmund #nonazisdo #Demo Für uns ist die Lage bis jetzt ruhig+entspannt. Keine Einsätze im Bezug zur Demo. Wir hoffen es bleibt so.

— Feuerwehr_Dortmund (@FW_Dortmund)

Aktualisierung 14.13 Uhr: Kundgebung startet später

Die Hooligan-Kundgebung wird deutlich später als ursprünglich geplant (14 Uhr) starten, meldet unser Reporter. Zur Zeit befindet sich vor den Kontrollzelten der Polizei am Bahnhof noch eine etwa 100 Meter lange Schlange.

Unterdessen, meldet die Polizei, dass die Blockado-Versammlung mit circa 250 Teilnehmern auf der Kampstraße unterwegs ist. 

Eine Info am Rande: Auf dem Westenhellweg in der Innenstadt und den anderen Einkaufsstraßen könnten Besucher wie gewohnt einkaufen. Allerdings ist dort etwas weniger los als an normalen Samstagen. 

Aktualisierung 13.51: Aktuell ruhig am Hauptbahnhof

Eine Verkehrsinfo der Polizei vorab: Wegen der verstärkten Anreise ist der Königswall derzeit in beide Richtungen gesperrt. 

"Es ist im Moment sehr ruhig am Hauptbahnhof", meldet unser Reporter Peter Bandermann. Die Hooligans, die dort ankommen, treffen als erstes auf ein massives Polizeiaufgebot. Die laut Polizei rund 120 Demo-Teilnehmer, die sich bereits neben dem Bahnhof versammelt haben, sind von der Polizei hermetisch abgeriegelt. 

Unterdessen meldet die Bundespolizei, dass rund 500 Einsatzkräfte seit dem frühen Morgen die Anreise der unterschiedlichen Versammlungsteilnehmer überwacht hätten. Dabei sei "bislang nur eine verhaltene Anreise festgestellt" worden.

Aktualisierung 13.26 Uhr: 300 Leute bei Blockado-Demo

Zusätzlich zu der Hooligan-Demonstration muss die Polizei eine Demonstration von 500-1000 Kurden begleiten. Sie wollen um 14 Uhr am Nordausgang des Hauptbahnhofs in Richtung Brüderweg starten, um für die Freiheit von PKK-Führer Öcalan zu demonstrieren. 

Und dann ist da ja auch noch die Blockado-Demo an der Kampstraße. Die Polizei zählt dort aktuell rund 300 Teilnehmer.

Aktualisierung 13.17 Uhr: Großes Polizeiaufgebot

Die Polizei ist mit einem starken Aufgebot in der Stadt und vor allem am Hauptbahnhof vertreten. Auch am Hauptbahnhof selbst ist der Nahverkehr derzeit nicht beeinträchtigt. Etwa 140 Hooligans aus Duisburg, Oberhausen, Essen und Hagen sind auf dem Weg nach Dortmund, meldet unser Reporter. Hier stoßen Sie auf ein sehr großes Polizeiaufgebot und intensive Kontrollen.

In der östlichen Innenstadt, in der die Demo ja untersagt wurde, läuft der Verkehr - Busse und Bahnen - übrigens ungestört. 

Von den Sperrungen rund um den Hauptbahnhof betroffen ist die Buslinie 460 von Kirchlinde in Richtung Innenstadt. Diese fährt nur bis Hauptbahnhof Nord, die Stationen Hauptbahnhof Süd und Reinoldikirche werden nicht angefahren. 

Aktualisierung 12.55 Uhr: Überschaubare Reise-Einschränkungen

Die Polizei hat eben einige Informationen für Reisende durchgegeben - größere Einschränkungen für Reisende bestünden demnach derzeit nicht. 

  • Demnach bleibt der innere Wallring am Königswall befahrbar, vom Westentor in Richtung Burgwall.
  • Am Hauptbahnhof kann auch der Taxihalteplatz problemlos angefahren werden - Taxis für Reisende stehen dort wie gewohnt bereit. 
  • Auch in das Fußballmuseum direkt gegenüber des Hauptbahnhofs gelangen Besucher ohne Probleme. 

Aktualisierung 12.30 Uhr: Königswall Richtung Westentor dicht

An der Kampstraße warten derzeit etwa 200 Demonstranten auf den Beginn der Blockado-Demo. Diese soll um 13 Uhr starten.

Derweil ist der Königswall zwischen Burgwall und Dortmunder U/Westentor nicht mehr befahrbar. Mit einem starken Aufgebot an Kräften versucht die Polizei so, Konflikte zwischen Hooligans und Nazigegnern zu verhindern.

Aktualisierung 11.52 Uhr: Viel Polizei in der Innenstadt

Einsatzhundertschaften sind bereits in der Innenstadt unterwegs und haben Posten bezogen. Um 13 Uhr beginn auf der Kampstraße eine Demonstration des Blockade-Bündnisses "Blockado". Ziel ist die Katharinenstraße gegenüber vom Hauptbahnhof. Aktuell ist erkennbar, dass viele Dortmund-Besucher für einen Einkauf in der Innenstadt unterwegs sind. Vor den Parkhäuser bilden sich Staus.

So haben wir am Samstagvormittag berichtet:

14 Uhr, Bahnhofstraße: Die kleine Stichstraße zwischen Königswall und Unionstraße ist, umgeben vom Harenberg-Hochhaus und dem Hauptbahnhof, an diesem Samstag (8.10.2016) der Ort für eine Kundgebung von Hooligans und Neonazis, die aus Sicht der Polizei "gewaltsuchend sind". Gebannt ist die Gefahr in dieser kurzen Straße nicht. Die Polizei ist "auch weiterhin auf andere Szenarien vorbereitet", teilte die Pressestelle des Präsidiums am Samstagmorgen mit.

DORTMUND Das Oberverwaltungsgericht in Münster folgt einer Gefahrenprognose der Dortmunder Polizei und lässt drei Bezirke der Dortmunder Innenstadt nicht für einen Aufmarsch von Hooligans und Rechtsextremisten zu. Die Richter in Münster haben damit einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen gedreht.mehr...

Denn mit dem Richterspruch am Oberverwaltungsgericht in Münster ist das Gewaltpotenzial der Hooligans und Rechtsextremisten nicht gebannt. Auf der kurzen Bahnhofstraße kann die Polizei allerdings besser auf Probleme reagieren als auf einer fast vier Kilometer langen Aufmarschstrecke durch drei Wohnquartiere der Dortmunder Innenstadt. Der Demonstration-Anmelder hätte das Bundesverfassungsgericht einschalten können - die Argumente der Richter in Münster waren stichhaltig.

"Gefahr für Leib und Leben"

Die Richter in Münster hatten einen Beschluss aus erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht in Münster komplett gedreht. Wörtlich hieß es am Freitagabend in Münster: "Nach den plausiblen Darlegungen der Polizei und dem übrigen Akteninhalt ist es hinreichend wahrscheinlich, dass es zu einer unmittelbaren Gefahr für Leib und Leben sowie für das Eigentum Dritter kommt, falls die angemeldete Versammlung als Aufzug durchgeführt wird." Die Richter am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatten die Sicherheitsbedenken der Polizei am Mittwoch (5.10.2016) als unzureichend begründet dargestellt. 

2000 Polizisten im Einsatz

"Unser Ziel ist, friedliche Versammlungen zu schützen, Störungen zu verhindern und gegen Gewalt- und Straftäter mit konsequenten Mitteln vorzugehen", sagte der Leitende Polizeidirektor und Einsatzleiter Dieter Keil. Im Einsatz sind 2000 Polizisten - eine hohe Zahl, die viel über das Gefahrenpotenzial aussagt. Die Polizei befürchtet Ausschreitungen wie bei der "Hooligans gegen Salafisten"-Demonstration Köln.

Weitere Details in Kurzform:

  • Im Bahnhofsbereich haben bereits die Aufbauarbeiten der Polizei begonnen. Absperrgitter und Bereitschaftspolizei stehen bereit.
  • Die Polizei bittet: Für Fragen zum Geschehen nicht den Polizei-Notruf 110 wählen, sondern das Bürgertelefon im Präsidium unter Tel. 0231/132 55 55 anrufen.
  • Reisende müssen im Dortmund Hauptbahnhof mit Verzögerungen rechnen, falls die Polizei zum Schutz der Passanten Absperrungen einrichten muss.
  • Zeitweise kann es im Bereich Hauptbahnhof zu Beeinträchtigungen kommen. Dortmund-Besucher und Kunden des Einzelhandels im Kaiserstraßenviertel können problemlos einkaufen.
  • Auch Pflegedienste sollten ohne Probleme ihre Patienten erreichen können. Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr dürften gering ausfallen.

In dieser Straße findet ab 14 Uhr die Standkundgebung statt:

 

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