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Der Deutsche Wetterdienst warnt vor hoher Waldbrandgefahr in Dortmund

Waldbrände

Der Deutsche Wetterdienst hat Dortmund aktuell auf Waldbrand-Gefahrenstufe 4 von 5 gesetzt. Mit einfachen Mitteln kann aber jeder helfen den großen Brand zu vermeiden.

Dortmund

von Bastian Pietsch

, 03.07.2018
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor hoher Waldbrandgefahr in Dortmund

Erste Folgen der Trockenperiode: Zu diesem Brand in einem Waldgebiet in Syburg musste die Feuerwehr am 29. Juni ausrücken. © Olaf Tampier

Dunkel-orange färbt sich Dortmund im Waldbrandindex des deutschen Wetterdienstes dieser Tage. Orange wie „hohes Gefährdungspotential“. Seit einigen Tagen hat es nicht mehr geregnet, Luft und Boden sind relativ trocken. Unterholz, Felder und selbst Rasenflächen können unter diesen Umständen schnell in Brand geraten. Was bedeutet diese Warnung für die Dortmunder? Und ist die Feuerwehr eigentlich auf einen Waldbrand vorbereitet?

„Wir hatten schon zwei Ereignisse in Syburg“, berichtet André Lüddecke von der Feuerwehr Dortmund. „Das waren allerdings Bodenfeuer und keine Brände, bei dem auch die Baumwipfel in Flammen standen, wie man das aus Kalifornien kennt.“ Derart starke Waldbrände seien in Dortmund auch eher unwahrscheinlich, vor allem, weil die Mischwälder in der Umgebung weniger anfällig für Feuer seien, als reine Nadelwälder, zum Beispiel im Osten Deutschlands.

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor hoher Waldbrandgefahr in Dortmund

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienst für Mittwoch 4. Juli 2018. © Deutscher Wetterdienst

Vor allem der Dortmunder Süden sei aber trotzdem gefährdet. „Dort gibt es Steilhänge, an denen die Sonneneinstrahlung intensiver ist. Außerdem sind unsere Löscheinsätze dort schwieriger. Wir musten zum Beispiel die Höhenretter hinzuziehen.“

Deutscher Wetterdienst gibt keine Entwarnung für die nächsten Tage

Auch in den kommenden Tage dürfte weiter Waldbrandgefahr herrschen. So lautet die Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes. „Es gab so gut wie keinen Regen in den letzten Wochen“, erklärt Meteorologe Malte Witt. „Das trockene Wetter wird in Dortmund wohl auch erst mal anhalten.“

Wie der Waldbrandindex entsteht Der Waldbrandindex des Deutschen Wetterdienstes wird auf Basis eines etablierten Modells zur Intensität von Bränden errechnet. Der Index beschreibt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich Wälder entzünden. Als Faktoren gehen in die Berechnung unter anderem die Luftfeuchtigkeit, die Bodenauflage (also zum Beispiel Bewuchs oder altes Laub) und Stärke und Richtung des Windes ein.

Was man tun kann, um Waldbrände zu vermeiden

„An 90 Prozent der Waldbrände ist der Mensch schuld“, sagt André Lüddecke von der Feuerwehr Dortmund. Auslöser können dabei schon Kleinigkeiten sein. Folgende Tipps gibt der Feuerwehrmann, um trotz trockenem Wetter das Waldbrand-Risiko klein zu halten:

  • Beim Grillen, zum Beispiel in Parks, in denen das erlaubt ist, am besten einen Eimer Wasser daneben stellen. Schon Flugasche kann trockenes Unterholz entzünden.
  • Wer im Auto raucht sollte keine Zigaretten aus dem Fenster schnippen. Auch Grünstreifen können sich so entzünden. Vorsicht gilt auch an Autobahnraststätten.
  • In Wäldern ist das Rauchen und Grillen generell verboten.
  • Herumliegende Glasscherben können wie eine Lupe wirken und so schnell zum Feuer führen. Darauf sollte man bei der Entsorgung von Flaschen achten.

Die Feuerwehr Dortmund ist auf Waldbrände vorbereitet. „Wenn nötig können wir spezielle Fahrzeuge mit größeren Wassertanks einsetzen“, erklärt André Lüddecke. Im schlimmsten Fall könne man auch einen Hubschrauber anfordern. „Das ist aber, soweit ich mich erinnern kann, in Dortmund noch nie nötig gewesen.“

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