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Der vergessene Streik

Bei der Arbeiterwohlfahrt hängt nach wie vor der Haussegen schief. Der Tarifkonflikt konnte zwar in der neunten Verhandlungsrunde beigelegt werden. Danach erhalten die Beschäftigten in NRW ab Januar drei Prozent mehr Lohn, plus einer Einmalzahlung von 425 Euro. Mitglieder der Gewerkschaft bekommen zudem eine zusätzliche Sonderzahlung von 100 Euro.

Gleichwohl gilt dieser Abschluss nicht für die Beschäftigten der AWO-Tochter dobeq. Bei der Dortmunder Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Ausbildungsgesellschaft herrscht weiter ein "tarifloser Zustand", wie die Gewerkschaft verdi jetzt kritisiert. Und das bereits seit 1299 Tagen.

Die dobeq-Mitarbeiter wollen die "sehr unterschiedlichen Arbeitsbedingungen bei der Arbeiterwohlfahrt" nicht hinnehmen. So soll einem Großteil der Belegschaft das Gehalt um 14 Prozent gekürzt werden (wir berichteten).

Um Druck zu machen, treffen sich die Mitarbeiter nun schon seit dem 5. November in der Mittagspause vor dem dobeq-Gebäude an der Gneisenaustraße 1. Gestern ent-rollten sie wieder ihr Transparent. Darauf stand: "AWO Tochter dobeq seit 1298 Tagen ohne Tarifvertrag". ar

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