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Kokerei Hansa

Design-Studenten zeigen Fotos zu ungewöhnlichen Themen

HUCKARDE 18 Studenten des Fachbereichs Design der Fachhochschule Dortmund haben am Sonntag auf der Kokerei Hansa ihre erste eigene Ausstellung eröffnet. Die selbst gewählten Themen der Fotografien reichten von "Rotkäppchen" über "Tatort" bis zu "Drogensucht".

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Für die Design-Studenten der FH Dortmund war die Kokerei Hansa Inspiration und Galerie zugleich.

Model Laura Tetzner und Künstlerin Julia Sikira (r.) zeigten gemeinsam die Fotoserie "Industriebraut".

Im Rahmen eines Fotografie-Seminars unter Leitung von Thomas Linke, Dozent und Fotograf, entstand der Gedanke, fotografische Arbeiten an einem außergewöhnlichen Ort durchzuführen, mit Themen, die die einzelnen Studentengruppen, jeweils bestehend aus drei bis vier Personen, frei wählen konnten. Doch nicht nur die Themenwahl wurde den jungen Leuten überlassen, sondern auch die Wahl der Kulisse. Nachdem viele Orte von den Studierenden in Augenschein genommen wurden, entschied man sich einstimmig für die Kokerei.

 Der Reiz des Kontrastes zwischen Industrie und Natur machte sie für die zweitägige professionelle Fotoarbeit zum idealen Partner, da hier für jede Themengruppe eine individuelle Kulisse geboten wurde. Gut geeignet zeigte sich die Waschkaue mit ihren Fliesenwänden, um das Thema „Tatort“ darzustellen oder für die Szene „Drogensucht“. Für „Rotkäppchen“ wählte das entsprechende Fotografenteam die kleine Birkenallee als idyllischen Schauplatz.Für das Thema „Kulturaustausch“ hatte die Kokerei authentisches Material zu bieten. Original Bergmannskluft, die mit chinesischen Details und einem chinesischen Model die Demontage und den Verkauf der Hoesch-Hochöfen nach China darstellte.

 Weitere Themen waren „Schuh-Tick“, „Farbmotion“ und eine Fotoserie mit dem verrückten Hutmacher aus „Alice im Wunderland“. Unter dem Titel „Was wäre wenn…“ entstand ein gesellschaftskritisches Foto am Wasserbecken. Besonders ansprechend sind die ausdrucksstarken Fotos der „Industriebraut“, denn der Kontrast zwischen den wuchtigen Turbinen und der zierlichen Braut ist beeindruckend. Das Model Laura Tetzner (17) wurde dafür von der Studentin Julia Sikira eindrucksvoll in Szene gesetzt. „Es war äußerst anstrengend, den ganzen Tag vor der Kamera zu arbeiten“, meinte das Model.  Insgesamt acht Sponsoren und ihr Dozent Thomas Linke standen den jungen Künstlern hilfreich zur Seite, so dass eine rundherum gelungene und sehenswerte Ausstellung entstanden ist. Zu sehen sind die Fotos auf Kokerei Hansa noch bis zum 14. April.

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