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Deutliches Votum: 64 % der SPD-Mitglieder stimmen für Sierau als OB-Kandidat

DORTMUND Ullrich Sierau soll nach dem Votum der Parteimitglieder Oberbürgermeister-Kandidat der Dortmunder SPD werden. Der Stadtdirektor setzte sich bei der Mitgliederbefragung gegen Kulturdezernent Jörg Stüdemann mit 64,2 zu 35,8 Prozent durch.

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Ullrich Sierau soll nach dem Votum der Parteimitglieder als OB-Kandidat der Dortmunder SPD antreten.

Stadtdirektor Ullrich Sierau setzte sich im Duell mit seinem parteiinternen Rivalen Jörg Stüdemann durch.

Nicht nur Stadtdirektor, sondern jetzt auch OB-Kandidat der SPD: Ullrich Sierau.

Der unterlegene Rivale Jörg Stüdemann (r.) gratulierte Ulrich Sierau mit einer roten Rose zum Sieg.

Sierau galt im Vorfeld der Kandidatenkür zwar als Favorit. Trotzdem war die Deutlichkeit des Ergebnisses auch für ihn überraschend, wie er nach der Bekanntgabe des Ergebnisses durch Parteichef Franz-Josef Drabig erklärte. In seiner ersten Reaktion setzte Sierau schon ganz auf Wahlkampf-Mobilisierung: "Es gibt einen eindeutigen Gewinner - das ist die SPD", stellte er fest. Die Mitgliederbefragung sei ein "Musterbeispiel für innerparteiliche Demokratie. Wir haben ein neues Stück Kultur gewonnen." Ausschlaggebend für die Wahl Sieraus dürfte nicht zuletzt der Umstand gewesen sein, dass er seit vielen Jahren in der Parteil gut vernetzt ist. Die SPD-Spitze mit dem Unterbezirksvorsitzenden Franz-Josef Drabig und Ratsfraktionschef Ernst Prüsse hatte dagegen auf Stüdemann gesetzt und ihn im September überraschend als Konkurrenten zum amtierenden Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer ins Rennen geschickt.

Sierau, der ursprünglich nicht gegen Langemeyer antreten wollte, stieg kurz darauf ins Rennen ein. Damit entwickelte sich die von der SPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft angeregte Mitgliederbefragung zum Duell zwischen Stüdemann und Sierau, die sich auf vier Veranstaltungen der Parteibasis vorstellten.Obwohl ihr Wunschkandidat am Ende nicht vorn lag wollten Drabig und Prüsse die Wahl Sieraus nicht als persönliche Niederlage werten. "Wir haben aus zwei guten Kandidaten für Dortmund den besten ausgesucht", erklärte der Parteichef. "Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden", betonte auch Prüsse. "Der alte und vielleicht auch neue Fraktionsvorsitzende wird sich dafür einsetzen, dass der Oberbürgermeister UIli Sierau heißt."  Am Ende beteiligten sich mit 4675 mehr als die Hälfte der rund 9000 Dortmunder SPD-Mitglieder an der Abstimmung. Deren Ergebnis ist nicht verbindlich. Allerdings hatten sich beide Kandidaten im Vorfeld darauf verständigt, dass nur der Sieger der Befragung zur Kandidaten-Kür auf dem Unterbezirksparteitag am Wochenende antritt. Ullrich Sierau (52) ist seit März 1999 Planungsdezernent der Stadt, hat inzwischen aber auch große Teile des früheren Baudezernats in seinen Zuständigkeitsbereich übernommen. Seit Februar 2007 ist er außerdem Stadtdirektor und damit stellvertretender Chef der Verwaltung.

Raumplanung an der Uni Dortmund studiert Sierau hat Raumplanung an der Uni Dortmund studiert, engagierte sich schon damals vor Ort in Planungs- und Bürgerinitiativen. Später arbeitete er zunächst in Wolfsburg und unter Minister Christoph Zöpel im NRW-Städtebauministerium. Von 1994 bis 1999 war er Leiter des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Dortmund.

Sierau ist verheiratet, hat zwei Töchter und einen Sohn.

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