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Deutschland zahlt

HÖRDE Noch nie war der Traum von einem neuen Hörder Bahnhof so schön wie am Montagabend in Berlin. Doch Bezirksvorsteher Manfred Renno und sein Landtags- und Leidensgenosse Dr. Gerd Bollermann übermittelten die gute Nachricht betont sachlich.

Deutschland zahlt

Das Gras wächst nur neben dem Gleisbett über die Sache: Das Bahnhofs-Projekt gerät in Bewegung. Thele

Wie bereits am Dienstag berichtet, hält in der wichtigen Finanzfrage jetzt das Bundesverkehrsministerium die Fäden in der Hand - und zieht am 14. Dezember erneut an den Strippen, um das Neubau-Projekt endlich realisieren zu lassen.   

Nachdem die Politik die Deutsche Bahn AG als Bremser vor sich her getrieben und Kontroversen zwischen SPD und CDU ausgetragen hatte (wir berichteten), ist die Zeit der Diplomatie angebrochen: "Bloß kein Porzellan zerschlagen", lautete die Devise, um den von der Bahn geangelten Investor nicht abzuschrecken und die Finanzen zu sichern. Renno, in seiner Wortwahl gerade in der Bahnhofs-Frage sonst sehr grob formulierend, mochte die Nachrichtenlage am Montagabend nicht bewerten.

Auch Gerd Bollermann, der seine politische Arbeit in der Bahnhofs-Diskussion durchaus darzustellen weiß, spielte die Rolle des ruhigen Nachrichtenübermittlers. Nicht einmal die Frage, wann der alte Bahnhof nun endlich abgerissen werden könne, wollten sie beantworten - was ein gutes Zeichen ist. Denn wenn sonst kritisch Klartext redende Politiker einen Vorhang herunter lassen, ist was im Busch.

Wie am Dienstag berichtet, geht es nicht mehr darum, ob das 4,6-Millionen-Euro-Projekt bezahlt werden kann, sondern aus welchem Topf das Geld genommen wird. Fest steht: Die Bundesrepublik Deutschland steht mit 3,3 Millionen Euro aus "Regionalisierungsmitteln" im Wort - Geld, für das Hörder Heimatpolitiker gekämpft haben, weil auch NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke die Fahrt nach Berlin nahe gelegt hatte (wir berichteten).

Renno und Bollermann beschrieben die Videokonferenz in Berlin u. a. mit der Bundestagsabgeordnete Ulla Burchardt, dem Bahn-NRW-Konzernbevollmächtigten Reiner Latsch und der Station & Service-Regionalbereichsleiterin Regina Jones sowie Ministeriumsmitarbeitern aus Düsseldorf und Berlin als sehr konstruktiv.

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