Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Spritspar-Weltmeister

Deutschlands bester Lkw-Fahrer fährt in Dortmund

Dortmund Der Dortmunder Wilfried Schweika ließ bei einem Wettbewerb unter Lkw-Fahrern mehr als 25.000 Kollegen hinter sich. Seine Spezialität: Spritsparen. Schweikas Erfolgsgeheimnis besteht nicht nur aus Perfektionismus.

Deutschlands bester Lkw-Fahrer fährt in Dortmund

Wilfried Schweika kennt jeden Trick, um Sprit zu sparen. Nicht alle will er verraten. Foto: Falko Bastos

Wenn er im Morgengrauen seinen Dienst antritt, beginnt für Berufskraftfahrer Wilfried Schweika der sportliche Wettbewerb. Anders als für andere Fahrer ist der Straßenverkehr für ihn aber kein Wettrennen. Umweltschonendes Fahren ist seine Disziplin und in der ist Schweika nicht zu schlagen.

Bereits zum zweiten Mal in Folge wurde der 60-Jährige als Deutschlands bester Lkw-Fahrer ausgezeichnet. Über drei Monate und mehr als 10.000 Kilometer wurden dafür seine Fahrdaten ausgewertet. Hinter dem Wettbewerb steckt die Daimler-Tochter Fleetboard, die in fast 26.000 Lkw weltweit eine Box installiert hat, die jedes Fahrmanöver aufzeichnet. Für jede Fahrt gibt es ein Bewertungssystem, das von eins bis zehn reicht. Für Schweika gibt es nur die Bestnote zehn.

Wie ein Leistungssportler analysiert er seine Fahrten. „Heute hab‘ ich einen Fehler gemacht und vergessen, vor einer Bergabstrecke hochzuschalten, dadurch gab es nur eine 9,97“, berichtet er. Solche Details ärgern Schweika. „Das passiert mir nicht noch mal“, verspricht er sich selbst.

Jede Ampel wird abgespeichert

Die Eigenheiten jeder Ampelschaltung auf seinen Strecken speichert er ab wie ein Computer. „Das erfordert eine Menge Konzentration“, sagt Schweika, „deshalb muss man alles andere ausblenden“.

Auch Fingerspitzengefühl brauche man. Das wichtigste sei vorausschauendes Fahren. „Fußgänger, Einparker, selbst Garagentore habe ich immer im Auge“. Abrupt bremsen muss er dadurch nur in Ausnahmefällen.

Alle Tricks und Kniffe, um das Optimum herauszukitzeln, will er aber nicht preisgeben. Schließlich möchte er seinen Titel verteidigen. Im vergangenen Jahr gewann er sogar die Auszeichnung als weltbester Fahrer. Nur eine Modus-Änderung brachte ihn um die Titelverteidigung. Weil niemand zum direkten Duell mit dem Weltmeister antreten wollte, musste er drei anderen Fahrern die Vorfahrt lassen, obwohl er selbst die weltweit besten Fahrdaten hatte. Platz 4 von 25.724. Für Schweika ein Grund, sich zu ärgern.

Sein Verbrauch überraschte selbst den Hersteller

Dabei fährt er im Vergleich zur Konkurrenz sogar mit doppeltem Handicap. Seine Strecke variiert von Tag zu Tag, da er für die Dortmunder Rewe-Tochter Doego Fruchthandel als Springer arbeitet. Außerdem führen ihn seine Routen regelmäßig durch den Stadtverkehr und der ist im Ruhrpott bekanntlich knifflig.

Und nicht alle Verkehrsteilnehmer denken wie Schweika: „Wenn ich mit 30 durch eine Straße fahre, wo Kinder in der Nähe sind, geht hinter mir das Hupkonzert los“. Wenn andere mit 50 auf eine rote Ampel zufahren, kann er nur mit dem Kopf schütteln: „Die sind alle viel zu hektisch“.

Seine spritsparende Fahrweise freut auch seinen Arbeitgeber. „Wir haben unsere gesamte Flotte mit der Box ausgestattet und seitdem den Verbrauch um zehn Prozent reduziert“, sagt Doego-Geschäftsführer Klaus Schnorr.

Mit zehn Prozent gibt sich Schweika nicht zufrieden. Er will das Maximum ausloten. Während seine Kollegen im Schnitt 27 Liter brauchen, bewegt er seinen 25-Tonner mit 320 PS mit knapp über 20 Litern auf 100 Kilometer. Und auch privat geht er auf Rekordjagd. Als er sich einen Familienvan zulegte, war dessen Verbrauch vom Hersteller VW mit sieben Litern angegeben. Schweika verbrauchte 4,5 Liter. „Das hat mir VW erst geglaubt, als sie die Daten ausgelesen haben“.

Schüren Ein Lastwagen hat am Freitag auf der B236 Feuer gefangen. Die Bundesstraße war in Richtung Lünen zwischenzeitlich komplett gesperrt. Polizei und Feuerwehr sind noch vor Ort.mehr...

Dortmund Leichte Verletzungen erlitt eine Dortmunderin bei einem Verkehrsunfall am Mittwochmittag. Ein LKW-Fahrer übersah ihren Wagen auf der B1. Die 51-Jährige hatte dabei Glück im Unglück.mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Unfall an der Rheinischen Straße

Zwei Autos stoßen an Ampelkreuzung zusammen

Dortmund Im Kreuzungsbereich Rheinische Straße/ Friedrichstraße sind am Donnerstagabend zwei Autos zusammengestoßen. Um die genaue Unfallursache zu klären, sucht die Polizei Zeugen, denn möglicherweise fuhr einer der beiden Fahrer bei Rot.mehr...

Gartenstadt-Radweg

Die ersten Bäume müssen dem neuen Radweg weichen

Gartenstadt Die Arbeiten am Gartenstadt-Radweg haben begonnen. Seit Dienstag fallen daher reihenweise Bäume in der Dortmunder Gartenstadt der Kettensäge zum Opfer. Für Anwohner kamen die Arbeiten etwas überraschend.mehr...

Erster Dortmunder eSports-Verein

Erster eSports-Verein bekommt in Marten ein Zuhause

Marten „Dortmund eSports“ – so heißt der erste Verein für Fans von PC-Spielen in unserer Stadt. Ein leer stehendes Ladenlokal in Dortmund-Marten wird das zukünftige Vereinsheim sein. Dort soll dann aber nicht nur gezockt werden.mehr...

Unfälle zwischen Lkw und Radfahrern

Abbiegende Lkw werden zur tödlichen Falle

Dortmund Zwei getötete Radfahrer innerhalb von elf Wochen in der Dortmunder Nordstadt, nachdem Lkw-Fahrer auf Hauptstraßen rechts abgebogen sind: Die Unfälle ereigneten sich in Situationen, mit denen Radfahrer ständig rechnen müssen. Sie sind keine Einzelfälle.mehr...

Messerstecherei in Dortmund-Mengede

Prozess: Fünf Angeklagte sagen zum blutigen Streit aus

DORTMUND/CASTROP-RAUXEL Was als Rangelei und Rempelei unter Jugendlichen begann, entwickelte sich Ende Februar 2017 zu einer lebensgefährlichen Auseinandersetzung. Seit Dienstag beschäftigt die Messerstecherei am Bahnhof Dortmund-Mengede, bei der eine Schülerin couragiert eingriff, das Dortmunder Landgericht. mehr...

Parkplatznot im Kreuzviertel

FH-Neubau an der Weisbachstraße erst im April fertig

KREUZVIERTEL Seit einem Jahr baut die Fachhochschule im Innenhof ihres Kreuzviertel-Standorts ein neues Studiengebäude – und blockiert damit 20 der raren Parkplätze im beliebten Innenstadt-Quartier. Doch nun ist ein Ende in Sicht, wenn auch mit Verspätung. Die Arbeiten verzögerten sich aus zwei Gründen.mehr...