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Nazi-Szene

"Die Rechte" bezieht Parteibüro in Huckarde

DORTMUND DORTMUND. Die neu gegründete Partei "Die Rechte" renoviert im Vorort Huckarde ein Ladenlokal. Dort wollen die Neonazis eine Geschäftsstelle für die neu gegründete Partei errichten. Momentan laufen Sanierungsarbeiten.

"Die Rechte" bezieht Parteibüro in Huckarde

Dieses Ladenlokal mit den heruntergelassenen Rolläden an der Huckarder Straße soll zur Geschäftsstelle werden.

Auf ihren eigene Internetseiten lässt "die Rechte" keinen Zweifel daran, was sie plant: Es sei beabsichtigt, langfristig in den Stadtteil Huckarde hineinzuwirken und die Verankerung ihrer  Positionen im Dortmunder Westen noch stärker zu verfestigen, kündigen die Neonazis an. Die Grünen im Bezirk Huckarde reagierten  am Sonntag als erste mit einer Stellungnahme. "Wir sind entsetzt und befürchten für Huckarde einen großen Imageschaden. Nach den Erfahrungen in Dorstfeld wissen wir um die unterschwellige und direkte Bedrohung und Einschüchterung von Gegnern und Bürgern und von latenter rechtsextremer Gewaltbereitschaft.", schreibt Ratsvertreterin Ulla Hawighorst. "Unsere Befürchtung ist, dass eine physische und psychische Bedrohungssituation entstehen wird, die das Klima in Huckarde nachhaltig schädigen wird.

Alle Huckarder, denen es um eine lebendige, vielfältige, solidarische und demokratische Gesellschaft geht, seien jetzt aufgefordert, sich vereint und vehement der volksverhetzenden und rassistischen Propaganda dieser Partei entgegen zu stellen. Ihren Vertretern müsse ganz deutlich gesagt und gezeigt werden, dass sie in unserem Stadtbezirk unerwünscht sind. Nach ersten bislang nicht bestätigten Informationen unserer Redaktion gehört das Haus einer Erbengemeinschaft, die das Ladenlokal nicht vermietet sondern an einen Käufer aus der rechtsextremen Szene aus Dorstfeld veräußert hat. 

Vor diesem Grund erheben die Grüne schwere Vorwürfe gegen Beziirksbürgermeister Halad Hudy (SPD) "Wir haben mehrfach die Gründung eines runden Tisches gegen Rechts gefordert. Das hat Herr Hudy stets als voreilig bezeichnet und abgelehnt", kritisiert Ulla Hawighorst. "Jetzt können wir nicht mehr vorbeugen, sondern müssen reagieren.", so die Ratsvertreterin.  

"Die Polizei sah seinerzeit keinen Grund für einen runden Tisch", kontert Hudy den Angriff der Grünen. "Wir sollten uns jetzt nicht mit Schuldzuweisungen aufhalten, sondern gemeinsam etwas gegen den jetzigen Zustand übernehmen", so Hudy weiter.  In seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt und Bezirksbürgermeister will er so schnell wie möglich die Eigentumsverhältnisse prüfen. Darüber hinaus teilt Hudy die Meinung von Hartmut Anders-Hoepken: "Wir müssen jetzt die Bevölkerung aufklären und einen runden Tisch gründen."

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