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Die Tüten werden dünner

Tafel in Dortmund erreicht von 70 000 Armen nur 20 000 / Heute Bewirtung für alle

Vor zwei Jahren waren es noch 500 000 Menschen und 100 000 Tonnen. Dabei werden die Tüten der Bedürftigen, die vor den Tafeln für die Lebensmittel-Ausgabe anstehen, immer dünner, weil es zunehmend schwieriger wird, genügend Nahrungsmittel zu besorgen. Bekanntlich stammen die Lebensmittel überwiegend von den großen Supermarktketten, sind zumeist Frischprodukte kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum. Mit 3,4 Kilogramm pro Woche können die Tafeln derzeit rund ein halbes Kilogramm weniger Lebensmittel pro Abnehmer ausgeben als noch 2005. 200 000 Kunden können überhaupt nicht bedient werden, weil Lebensmittel fehlen. Inzwischen sind 23,5 Prozent der Tafel-Kunden Kinder, in manchen Orten sogar fast 40 Prozent. Auch in Dortmund, wo an diesem Wochenende das Jahrestreffen aller Tafeln in Deutschland stattfindet, ist die Situation dramatisch. Hier leben 70 000 Menschen unter der Armutsgrenze, von denen die mittlerweile sechs Niederlassungen (neben der Hauptzentrale fünf Filialen) nur 20 000 Menschen erreichen. 7800 Tafel-Pässe hat der mildtätige Verein bis jetzt ausgegeben. Statistisch gesehen kommt auf jeden Ausweis eine dreiköpfige Familie. Der überwiegende Anteil sind ALG-II-Empfänger, etwa 80 Prozent. Vorsitzender Rüdiger Teepe spricht von einem sprunghaften Anstieg russischer Aussiedler. Sie stellten bei der Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund die größte Gruppe dar. Engpässe bei der Versorgung in Dortmund sind noch nicht aufgetreten. Gäbe es aber mehr Lebensmittelsponsoren, könnten die Niederlassungen an mehr Tagen geöffnet werden. Dies und noch viel mehr erfahren Interessierte beim Bundestreffen. Sie sind zum gemeinsamen Tafeln eingeladen. Und zum Spenden natürlich. bö Die Rewe-Gruppe deckt am heutigen Samstag (2. 6.) ab 12.30 Uhr zur «Langen Tafel» ein. In der Katharinenstraße bewirten Tafel-Helfer kostenlos die Bürger.

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