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Die gesamte Persönlichkeit fördern

Die gesamte Persönlichkeit fördern

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer (CDU) spricht am Donnerstag (23.08.2007) vor dem Landtag in Düsseldorf. Das Düsseldorfer Parlament hat die Schulstrukturen in NRW im Rahmen einer aktuellen Stunde erörtert. Foto: Federico Gambarini dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++

Was muss die Politik tun, damit es mehr Schulen gibt wie die Kleine Kielstraße? Diese Frage stand gestern im Mittelpunkt einer Diskussion mit Schulministerin Barbara Sommer (Foto) im Best Western Parkhotel an den Westfalenhallen. Etwa 60 Schulräte aus ganz Deutschland nahmen an dem Multiplikatorenseminar des Deutschen Schulpreises teil, um sich mit Experten aus Politik, Wissenschaft und Schulpraxis auszutauschen.

Ein "ausgezeichnetes System von Einschulung" bescheinigte Johan van Bruggen, Mitglied der Schulpreis-Jury, der Grundschule Kleine Kielstraße und warf die Frage auf, ob dieses auch andernorts erfolgreich praktizierte Prinzip nicht für alle Schulen verbindlich sein sollte. "Vorschriften nützen nicht unbedingt etwas", meinte dazu die Ministerin, die vor ihrer Zeit als Politikerin selbst auch in unterschiedlichen Schulformen Erfahrungen gesammelt hat. Sie betonte die Eigenverantwortlichkeit der Schulen und der einzelnen Pädagogen: "Man muss den Prozess früher ansetzen und die Lehrer mit ins Boot holen, so dass sie es selbst wollen."

Wichtig sei, dass Standards und Bildungsziele eingehalten würden. "Schulen sind so unterschiedlich, deshalb ist es schwer, ihnen einheitliche Vorschriften zu machen."

Das Problem der Balance zwischen Regeln und Selbstständigkeit sah auch Christiane Staab, Vorsitzende des Landeselternbeirats Baden-Württemberg. Doch bestimmte Parameter müssten flächendeckend eingehalten werden. "Derzeit ist es Glückssache, ob eine Schule gut ist oder nicht." Entwicklungspotenziale müssten erkannt, Zielvereinbarungen getroffen und vor allem überprüft werden. "Die Ergebnisse dürften nicht in der Schublade verschwinden."

"Freiheit ja - aber wo ist der Erlass?", mit diesem Scherz machte Ministerin Sommer das Problem von Standards deutlich. Sie betonte auch den Bedarf einer guten Lehrerausbildung. Denn es gehe nicht nur um das "Eintrichtern von Wissen", das zeigten die aktuellen Geschehnisse an Schulen wie in Köln deutlich. "Wir müssen uns fragen, wie wir die gesamte Persönlichkeit fördern können." rie

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