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Dortmunder Fotografin steht auf Lost Places

Die schaurige Atmosphäre vergessener Orte

Grevel Silke Kemnitz-Brenjo zeigt im Chevy‘s an der Greveler Straße ihre Lost-Places-Fotos. Hinzu kommt nun noch eine Krimilesung. Und sie verrät, was sie an verlassenen Häusern reizt.

Die schaurige Atmosphäre vergessener Orte

Silke Kemnitz-Brenjo mag die Atmosphäre verlassener Orte. Im Chevy‘s zeigt sie nun 50 ihrer Arbeiten und lädt zu einer Krimilesung. Foto: Anderas Schröter

Silke Kemnitz-Brenjo hat ein ungewöhnliches Hobby. Sie ist Lost-Places-Fotografin – heißt: Sie schleicht sich in unbewohnte Häuser und fotografiert alles, was sie dort findet. Das sei Abenteuer pur. Sie möge einfach die Atmosphäre in alten Häusern, sagt sie. Auf die Frage, ob das nicht illegal sei, antwortet sie: „Naja, es ist eine Grauzone. Ich breche ja nirgendwo ein, sondern schaue, ob vielleicht irgendwo eine Tür offen steht.“

Solche Häuser gebe es in Deutschland selten, weil das Erbrecht hier anders sei, als in anderen Ländern: Zum Beispiel in Belgien, wo es viele Objekte gebe, die jahrelang oder sogar jahrzehntelang leer stehen, ohne dass sich irgendwer darum kümmern würde, wenn es keine rechtmäßigen Erbe gebe. In Deutschland falle ein solches Objekte automatisch an den Staat.

Verlassene Orte findet man im Internet

Silke Kemnitz-Brenjo, die hauptberuflich Immobilienfotografin ist, recherchiert manchmal wochen- oder monatelang im Internet und macht sich dann – wenn sie genügend Informationen über ein Objekt hat – gemeinsam mit ihrem Kumpel René Minolla auf den Weg. Allein würde sie ein solches Haus nicht betreten. Man wisse schließlich nie, was und wer einen dort erwarte.

Aber wenn alles gut laufe, sei es einfach grandios. Oft versetzen einen die Räume in solchen Häusern in längst vergangene Zeiten, sagt die Fotografin. Manchmal sei es so, als seien die Bewohner nur gerade mal kurz rausgegangen und müssten jeden Moment wieder reinkommen. Das sei oft auch ein bisschen gruselig, und man könne sich vorstellen, Horrorfilme in solchen Häusern zu drehen.

Hier wurden mal Patienten behandelt

Einmal sei sie in das Haus eines ehemaligen Arztes in Belgien gekommen – Dr. Pepito –, in dem auch die Praxisräume noch im Originalzustand waren – mit altertümlichen medizinischen Instrumenten und Behandlungsliege. Bei so etwas laufen ihr Schauer der Begeisterung über den Rücken, sagt Silke Kemnitz-Brenjo.

Einsichten in eine vergangene Zeit

Ihre Lost Places findet Silke Kemnitz-Brenjo häufig in Belgien, wo Immobilien nicht automatisch an den Staat fallen, wenn sie nach dem Tod des Besitzers nicht weitervererbt werden. In Deutschland gibt es nur wenige echte Lost Places. Aber auch alte Industriegebäude oder zum Beispiel das ehemalige Sacre Coer in Dortmund laden zum Fotografieren ein.
Ihre Lost Places findet Silke Kemnitz-Brenjo häufig in Belgien, wo Immobilien nicht automatisch an den Staat fallen, wenn sie nach dem Tod des Besitzers nicht weitervererbt werden. In Deutschland gibt es nur wenige echte Lost Places. Aber auch alte Industriegebäude oder zum Beispiel das ehemalige Sacre Coer in Dortmund laden zum Fotografieren ein.
Ihre Lost Places findet Silke Kemnitz-Brenjo häufig in Belgien, wo Immobilien nicht automatisch an den Staat fallen, wenn sie nach dem Tod des Besitzers nicht weitervererbt werden. In Deutschland gibt es nur wenige echte Lost Places. Aber auch alte Industriegebäude oder zum Beispiel das ehemalige Sacre Coer in Dortmund laden zum Fotografieren ein.
Ihre Lost Places findet Silke Kemnitz-Brenjo häufig in Belgien, wo Immobilien nicht automatisch an den Staat fallen, wenn sie nach dem Tod des Besitzers nicht weitervererbt werden. In Deutschland gibt es nur wenige echte Lost Places. Aber auch alte Industriegebäude oder zum Beispiel das ehemalige Sacre Coer in Dortmund laden zum Fotografieren ein.
Ihre Lost Places findet Silke Kemnitz-Brenjo häufig in Belgien, wo Immobilien nicht automatisch an den Staat fallen, wenn sie nach dem Tod des Besitzers nicht weitervererbt werden. In Deutschland gibt es nur wenige echte Lost Places. Aber auch alte Industriegebäude oder zum Beispiel das ehemalige Sacre Coer in Dortmund laden zum Fotografieren ein.
Ihre Lost Places findet Silke Kemnitz-Brenjo häufig in Belgien, wo Immobilien nicht automatisch an den Staat fallen, wenn sie nach dem Tod des Besitzers nicht weitervererbt werden. In Deutschland gibt es nur wenige echte Lost Places. Aber auch alte Industriegebäude oder zum Beispiel das ehemalige Sacre Coer in Dortmund laden zum Fotografieren ein.
Die Fotografien von Silke Kemnitz-Brenjo sind noch bis zum 16. Mai im Chevy's an der Greveler Straße 39 zu sehen.

Natürlich müsse man in solchen Häusern auch immer darauf gefasst sein, doch auf andere Menschen zu treffen. Einmal – mitten in einer Fotosession – hörten sie und René Minolla, wie sich unten die Tür öffnete. Sie blieben stocksteif stehen und warteten, wer denn da wohl kommen möge. Es waren Leute, die mit Lederkleidung und Tunneln im Ohr gefährlich aussahen, sich dann aber als superfreundlich erwiesen. Auch sie wollten den Ort für Fotos nutzen.

Ganze Schlösser wurden zurückgelassen

Demnächst wolle sie übrigens Frankreich in Angriff nehmen. Dort gebe es ganze Schlösser, die zwar verlassen, aber noch komplett eingerichtet seien.

Auch in Dortmund gibt es natürlich „Lost Places“, in denen Silke Kemnitz-Brenjo schon Fotos gemacht hat: das ehemalige Sacre Coeur an der Husener Straße 54 zum Beispiel. Dort sei sie natürlich nicht einfach so hineinmarschiert, sondern habe sich von Besitzer Alexander König einen Schlüssel geben lassen.

Ausstellung und Krimilesung im Chevy‘s

Wer sich für die großformatigen und atmosphärisch enorm dichten Bilder von Silke Kemnitz-Brenjo interessiert, hat noch bis zum 16. Mai im Chevy‘s, einem Café an der Greveler Straße 39, Gelegenheit, sie sich anzusehen. Die Fotografin zeigt dort 50 ihrer Arbeiten. Zu sehen sind prachtvolle Bauten mit ihrem kompletten Interieur von annodazumal – mit verschnörkelten Kronleuchtern, aufgerollten Tapeten an den Wänden, alten, geschwungenen Treppenhäusern, die eine eigene Geschichte erzählen, und wunderschönen alten Möbeln oder Stehlampen. Zu sehen sind aber auch Oldtimer, von denen die Fotografin ebenfalls schwärmt.

Und weil das noch nicht genug ist, hat sie nun auch noch eine Krimilesung organisiert, die atmosphärisch zu den Bildern passt. So wird Ulrike Spieckermann mit ihrer Kunstfigur Maja Vandenwald am Freitag (9. 3.) um 19.30 Uhr, einige „Shortmords“ präsentieren. Das sind gereimte Kurzkrimis von böse über spannend bis schwarzhumorig. Der Leser werde hin- und hergerissen zwischen Komik und Niedertracht, heißt es in einer Verlagsankündigung. Sie habe die Autorin bei einer Lesung neulich in Unna entdeckt, sagt Silke Kemnitz-Brenjo, und sei begeistert.

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