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Dorstfelder Seifenkistenrennen: Mit Rasanz für mehr Toleranz

DORSTFELD Das Dorstfelder Seifenkistenrennen machte auch in diesem Jahr seinem Anspruch alle Ehre: Junge Menschen fahren in ihren Seifenkisten, um eine Botschaft zu transportieren: dem Rechtsextremismus eine Abfuhr zu erteilen.

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Sich gegenseitig zu helfen, ist einer der symbolischen Akte, mit denen sich die Teilnehmer des Seifenkistenrennens für mehr Toleranz einsetzen.

Sich gegenseitig zu helfen, ist einer der symbolischen Akte, mit denen sich die Teilnehmer des Seifenkistenrennens für mehr Toleranz einsetzen.

Erneut machte das Dorstfelder Seifenkistenrennen seinem Anspruch alle Ehre: Jedes Jahr zeigen immer mehr junge Menschen in ihren rasenden Kisten, was sie von Rechtsextremismus halten: nichts. RN-Fotos Schütze

Jedes Jahr zeigen immer mehr junge Menschen in ihren rasenden Kisten, was sie von Rechtsextremismus halten: nichts.

Um interessanten Rennsport zu erleben, muss man nicht immer bis zum Nürburgring fahren. In Dorstfeld kamen Rennsportbegeisterte bei der "Formel Respekt" an diesem Wochenende voll auf ihre Kosten. Zum neunten Mal lieferten sich hier kleine und große Fahrer beim Seifenkistenrennen einen spannenden Wettkampf.

Mit bis zu 40 Stundenkilometern schossen die Seifenkisten die 200 Meter lange Rennstrecke im Kortental hinunter.  Ein bisschen Angst Dem einen oder anderen Fahrer war das nicht ganz geheuer. "Wenn man da oben auf der Rampe steht, hat man schon ein bisschen Angst", gibt die zwölfjährige Paula Blumenschein zu. "Aber beim Runterfahren macht es einfach nur noch Spaß", ergänzt sie. Das findet auch ihre Freundin Julia Bornschein. "Die Seifenkisten sind einfach sehr schnell. Da ist natürlich ein bisschen Nervenkitzel dabei", sagt sie.

Fünf Rennklassen

Gemeinsam starteten die beiden Mädchen für den Rennstall Elias. Neben der Kirchengemeinde hatten sich noch 13 weitere Rennställe angemeldet. Mit insgesamt 25 Seifenkisten traten sie in fünf Rennklassen gegeneinander an. Für Kinder und Jugendliche gab es jeweils einen Wettbewerb in der Rennklasse der DSKD und in der Free-Style Klasse; Erwachsene starteten in der "Oldie-Rennklasse".

"Das ist eine sensationelle Entwicklung. Am Anfang waren gerade mal fünf Kisten dabei", freut sich Arne Thomas, der vor acht Jahren einer der Ideengeber für das Seifenkistenrennen war. "Wir wollten einen Trend gegen Egoisten setzen, die ihren Einzelsport betreiben", erinnert er sich und erklärt: "Das Seifenkistenrennen ist ein Mannschaftssport, ohne Teamgeist geht da nichts."

Für besonders viel Teamgeist gibt es deshalb jedes Jahr eine extra Auszeichnung. Den Fairplay-Pokal bekommen Menschen, die sich neben der Rennstrecke besonders hilfsbereit gezeigt haben. "Für mich ist das der wichtigste Pokal", sagt Arne Thomas: "Damit werden nämlich Leute geehrt die nicht im Rampenlicht stehen, sondern anderen helfen."

Atmosphäre "super"

Auch Mahmud Chahrour ist mittlerweile nur noch Helfer. Vor acht Jahren war er einer der ersten, der beim Seifenkistenrennen an den Start ging. "Das ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl", erinnert der 19-Jährige sich. Auch wenn er nun selber nicht mehr mitfährt, hilft er gerne bei der Organisation. "Die Atmosphäre hier ist einfach super. Alle haben Spaß, auch die Verlierer", sagt er begeistert.Die Sieger

  • Klasse Junior: „Black Arrow“ (Rennstall Paula Blumenschein).
  • Klasse Senior: „Kiko 3“ (Kindertagesstätte Kortental).
  • Free-Style Klasse Junior: „Runner“ (Rennstall Seifenkisten e.V. Wiedenbrück).
  • Free-Style Klasse Senior: „T-109“ von der JFS Marten.
  • Oldie-Rennklasse „Red Arrow“ (Seifenkisten e.V. Wiedenbrück).
  • Den Fair-Play-Pokal erhielt Hans-Jürgen Hochfeld.
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