Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige

Gesundheitsgipfel

Dortmund soll Flüchtlings-Ambulanz bekommen

DORTMUND Die ärztliche Versorgung von Flüchtlingen in Dortmund soll neu organisiert werden: Die Stadt plant eine zentrale Ambulanz für Asylbewerber. So sollen die ohnehin überlaufenen Notaufnahmen der Krankenhäuser entlastet werden. Die Idee kommt aus dem Osten.

Dortmund soll Flüchtlings-Ambulanz bekommen

Die Flüchtlinge in Dortmund sollen zukünftig in einer zentralen Ambulanz ärztlich versorgt werden.

Ausgerechnet Sachsen, das Bundesland mit den meisten Übergriffen auf Flüchtlingsheime, wird zum Dortmunder Vorbild bei der Einrichtung einer Ambulanz zur ärztlichen Versorgung von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Die Anregung zur Nachahmung erfolgte auf der Gesundheitskonferenz zum Thema Flüchtlinge. Fast 60 Teilnehmer aus allen gesundheitsrelevanten Bereichen Dortmunds waren der Einladung der Stadt am Mittwoch gefolgt. Eine eigene Anlaufstelle für Zuwanderer wird die ohnehin völlig überlaufenen Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten.

Dr. Frank Renken, Chef des Gesundheitsamtes, glaubt, die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen habe mit ihren Flüchtlingsambulanzen „eine sehr gute Lösung“ gefunden. Die regelmäßigen Sprechstunden dort werden über das Asylbewerberleistungsgesetz abgerechnet. Restkosten, die nicht gedeckt seien, würden von der Kommune übernommen.

Amtsarzt: keine unkalkulierbaren Mehrkosten

Der Amtsarzt rechnet deshalb aber nicht mit unkalkulierbaren Mehrkosten für die Stadt, zumal Zuweisungen des Landes zur Finanzierung von Versorgungsstrukturen vor Ort auf der Basis des Jahres 2008 abgerechnet würden. „Durch Zuwanderung ist Dortmunds Einwohnerzahl jedoch längst von 580.000 auf 600.000 gestiegen“, sagt er.

Für die Ausgestaltung der Sprechstunden muss dann die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe in Dortmund sorgen. Benötigt werden Ärzte aus den medizinischen Fachgruppen Innere/Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Chirurgie und Kinderheilkunde. Dazu kommen Dolmetscher und Sozialarbeiter.

Ort für Ambulanz muss noch gefunden werden

In spätestens zwei Wochen soll ein Gespräch mit Verantwortlichen aus Reihen der Kassenärztlichen Vereinigung, dem Sozialamt, Jugendamt, der Verbände und den Krankenhäusern folgen. Dr. Renken will mit der Ambulanz im Mai starten. Ein Ort muss noch gefunden werden.

Die psychiatrische Versorgung traumatisierter Flüchtlinge dürfte sich etwas schwieriger gestalten. Der Stadt liegen zwar zwei Anträge zu psychosozialen Zentren für die Behandlung Erwachsener und Jugendlicher vor, aber Amtsarzt Renken will den Anteil der individuellen Therapie eher reduzieren. „Es gibt gar nicht so viele Therapeuten in Deutschland“, merkt er an.

Mehr Schulungen für Mitarbeiter

Dr. Renken setzt mehr auf Schulung von Mitarbeitern in Flüchtlingseinrichtungen, um sie zu befähigen, psychische Auffälligkeiten zu erkennen, einzuschätzen und dann entsprechend zu handeln. „Wir wollen ihnen Psychiatrie-Wissen vermitteln, sie aber nicht zu Therapeuten ausbilden“, stellt er klar.  

APLERBECK Auf der Suche nach einem weiteren Unterbringungsstandort für Flüchtlinge scheint die Stadt fündig geworden zu sein. Es soll sich dabei um das LWL-Klinikgelände an der Marsbruchstraße in Aplerbeck handeln.mehr...

DORTMUND Der Personalbedarf zur Bewältigung der Flüchtlingszahlen in der Stadtverwaltung führt dazu, dass andere Aufgaben auf die lange Bank geraten. Die Personalräte fürchten, das könne den Mitarbeitern später auf die Füße fallen. Deshalb haben sie einen Aufruf gestartet.mehr...

DORTMUND Aus zwei mach eins: Auf Dauer sind die Asylbewerber-Erstaufnahmen in Hacheney und an der Buschmühle nicht als Standorte geeignet, sagt die Stadt Dortmund. Deshalb will Rechtsdezernentin Diane Jägers 2018 einen Neubau für 1200 bis 1500 Asylbewerber in Betrieb nehmen - und schnell die Weichen dafür stellen.mehr...

DORTMUND Seit einem Jahr und neun Monaten lebt Mohamad Al Kaddah in Dortmund. Der 18-jährige Syrer kam über die gefährliche Mittelmeer-Route nach Europa. Sein ständiger Begleiter: Angst und Hoffnung. Uns hat er seine bewegende Flüchtlingsgeschichte erzählt.mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Großeinsatz in Dorstfeld

Rauch im Hannibal - Feuerwehr rückt aus

DORSTFELD Großalarm am Hannibal in Dorstfeld: Wegen einer größeren Menge Rauchs ist die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag zum riesigen Wohnkomplex ausgerückt. Einen Brand fand die Feuerwehr zwar nicht - aber warm wurde es im Gebäude trotzdem.mehr...

Übersichtskarte

Das wird aus den Ex-Filialen von Sparkasse und Volksbank

Dortmund 17 Filialen der Dortmunder Volksbank und 16 der Sparkasse Dortmund schlossen seit 2016. Gerade in den Stadtteilen gab es die Sorge, die Räumlichkeiten könnten lange leer bleiben. Nun sind einige sinnvolle Nachnutzungen in Sicht. Auf einer interaktiven Karte zeigen wir, was der aktuelle Stand an allen Standorten ist.mehr...

Übersicht

Hier wird in Dortmund geblitzt

DORTMUND Die Dortmunder Polizei und das Dortmunder Ordnungsamt verraten täglich, wo die Geschwindigkeit der Autofahrer kontrolliert wird. Auf unserer Übersichtskarte zeigen wir die Straßen, an denen Polizei und Ordnungsamt blitzen wollen.mehr...

Keine Anwohner betroffen

Bombenfund am Hafen - Blindgänger ist entschärft

DORTMUND Zweiter Bombenfund in drei Tagen: In Huckarde ist am Mittwoch am Rande des Hafens eine 125-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Im Gegensatz zum Bomben-Trio von Lindenhorst am Montag waren diesmal jedoch weder Anwohner noch größere Straßen betroffen. Die Entschärfung lief ohne Probleme.mehr...

Spektakulärer Video-Flug

Fliegen Sie durch Dortmunds Nebeldecke

DORTMUND Dichte Nebelschwaden lagen am Mittwochmorgen über Dortmund. Nur die höchsten Punkte der städtischen Skyline wie der Florianturm ragten aus dem Dunst hervor. In einem kurzen Video nehmen wir Sie mit auf die Reise durch die Nebeldecke - mit einem spektakulären Ende.mehr...

Feuerwerksunglück von Datteln

Gastronom zahlt beinamputiertem Opfer 3000 Euro

DORTMUND/DATTELN Im "Böller-Prozess" gegen einen Gastronom (51) aus Lütgendortmund hat der Angeklagte am Mittwoch finanzielle Wiedergutmachung in Aussicht gestellt. Bereits in den kommenden Tagen will er vorab 3000 Euro an das Hauptopfer überweisen. Der Frau musste nach Querschlägern aus einer Feuerwerksbatterie ein Unterschenkel amputiert werden.mehr...