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Dortmund soll vier neue Miniparks bekommen - für besseres Klima

Klima-Inseln

Für 1,1 Millionen Euro sollen in Dortmund vier „Klima-Inseln“ entstehen. Dabei denkt die Stadt vor allem an die Umwelt - doch auch die Dortmunder werden davon profitieren.

DORTMUND

von Verena Halten

, 25.06.2018
Dortmund soll vier neue Miniparks bekommen - für besseres Klima

Auf diesem Brachland in Dorstfeld soll noch in diesem Jahr die erste von bisher vier geplanten Klima-Inseln im Stadtgebiet entstehen. © Stephan Schütze

Hohes Gestrüpp und wild gewachsenes Gras, dieses Bild bietet sich den Bewohnern am Dorstfelder Hellweg momentan auf dem Brachland neben dem Haus mit der Nummer 105. Bald wird dort jedoch ein mit Schilf bepflanzter See zu sehen sein. Denn dort soll eine von vier „Klima-Inseln“ entstehen. Das sind naturnahe gestaltete Grünbereiche, die Regenwasser zur Versickerung und zur Rückhaltung aufnehmen können.

„Durch die Gestaltung von Klima-Inseln im Stadtgebiet erreichen wir einen Beitrag zum Schutz vor Starkregen und gestalten gleichzeitig unsere Stadt lebenswerter“, sagt Stadtrat Martin Lürwer, Dezernent für Bauen und Infrastruktur. Das wirke sich jedoch nicht nur auf das Kleinklima, sondern auch auf die hiesige Flora und Fauna aus. Das heißt: Auch Insekten, Tiere und Pflanzen profitieren von diesen. Geplant werden die Klima-Inseln von der Stadt Dortmund und dem Projekt „Nordwärts“. Sie sollen das Kleinklima, aber auch das Stadtbild verbessern.

Laut Dr. Christian Falk von der Geschäftsführung der Dortmunder Stadtentwässerung wird eine Mulde ausgehoben, die dafür sorgt, dass das Regenwasser sich nicht auf der Straße sammelt und abfließen kann. Starkregen könne nämlich insbesondere in dicht besiedelten Gebieten große Schäden verursachen.

Klima-Inseln sollen den Bürgern ein Stück Urbanität zurückgeben

„Dadurch wird es stets einen „wechselnden Wasserstand geben“, sagt Falk, „denn das Wasser wird zum Teil auch versickern und verdunsten.“ Das sorge für Abkühlung und vermeide Überflutungen. Mithilfe der Klima-Inseln wollte man den Bürgern „ein Stück Urbanität zurückgeben“, sagt Michaela Bonan von Nordwärts. Einen grünen Ort mitten in der Stadt, „für eine Auszeit und zum Verweilen.“

1,11 Millionen Euro stehen für das Projekt zur Verfügung. Diese kommen vom Land Nordrhein-Westfalen: Die Stadt Dortmund hat im vergangenen April eine Förderzusage für die Umsetzung des Projektes von der Bezirksregierung Arnsberg erhalten.

Rund 130.000 Euro der Mittel fließen in die Umsetzung der ersten Pilot-Insel am Dorstfelder Hellweg. Die Auswahl der vier Flächen, die für Klima-Inseln infrage kommen, erfolgte nach der Prämisse, ungenutzte Brachflächen aufzuwerten. Man wollte allerdings kein Geld für den Kauf möglicher Flächen ausgeben müssen, sagt Falk. „Diese sollten sich bereits im Besitz der Stadt befinden.“ Auch wenn die Gründstücke der Stadt gehören, werden bei der Pflege weitere Kosten auf die Stadt zukommen. Doch laut Falk habe man versucht, die Flächen so zu gestalten, dass diese möglichst wenig Pflege beanspruchen.

Die neuen Miniparks werden begehbar sein

Die weiteren Inseln sollen in Lütgendortmund und der Innenstadt-West entstehen – und für die Bürger begehbar sein. Bei den vier Klima-Inseln soll es aber nicht bleiben.

Wann genau weitere folgen stehe noch nicht fest. Die Erfahrungen, die beim Pilotprojekt gewonnen werden, sollen später allerdings bei der Ausweitung des Projekts auf dem gesamten Stadtgebiet genutzt werden – damit die Stadt wieder etwas urbaner und lebenswerter wird. Denn laut Falk ist man sich jetzt bereits sicher, „dass sich das Projekt bewährt.“

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