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30 Aktionen - 10.000 Menschen

Dortmund stellt sich gegen Rechts

DORTMUND Eigentlich wollte die rechte Szene am Samstag in Dortmund aufmarschieren. Das Verbot der Neonazi-Demo wurde am Donnerstag gerichtlich bestätigt. Trotzdem bereiten sich Stadt und Polizei auf den größten Einsatz überhaupt vor. Denn zehntausend Menschen gehen gegen Rechts auf die Straße. <b>[mit Karte]</b>

Dortmund stellt sich gegen Rechts

Polizeipräsident Hans Schulze.

Mit fast 30 Aktionen im Stadtgebiet setzen Dortmunds Bürger, Organisationen, Vereine und Verbände sowie demokratische Parteien ein klares Signal: „Die köchelnde braune Suppe wollen wir mehr als versalzen.“ „Die Vielzahl von Versammlungen gab es in Dortmund noch nie“, erklärt Polizeipräsident Hans Schulze, der deswegen auch „weit mehr als 3000 Polizisten“ mobilisiert hat. Das ist sicher.

Unsicher war bis Donnerstag die rechtliche „Schwebesituation“. Schulze: „Der Rechtsweg ist immer noch nicht vollständig ausgeschöpft. Noch laufen Klagen aus allen politischen Lagern.“ Doch dann kam am Donnerstagmittag die erlösende Nachricht vom Oberverwaltungsgericht, das das Nazi-Demo-Verbot bestätigte. Unsicher war bis dahin, ob das Gericht bis zum Demo-Termin am Samstag eine Entscheidung trifft. Und zu Verzögerungen im Vorfeld habe auch das rechte Spektrum um den nationalen Frontmann Christian Worch mit zusätzlich eingereichten Befangenheitsanträgen selbst beigetragen. Wenn die Organisatoren nicht gegen den OVG-Beschluss vorgehen, wird „Rechts“ am Samstag nicht aufmarschieren. Stattdessen werden Tausende aufstehen gegen Rechts. Ganz klar: Dortmund ist am 5. September pickepackevoll.

Demos am 4./5. September auf einer größeren Karte anzeigen

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