Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige

Volksverhetzung

Dortmunder Neonazi muss zwei Jahre ins Gefängnis

DORTMUND/MÜNSTER Der Dortmunder Neonazi Christoph Drewer ist in Münster zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der rechtsradikalen Splitterpartei "Die Rechte" wurden volksverhetzende Äußerungen während einer Demonstration in Münster im März 2012 zum Verhängnis.

Dortmunder Neonazi muss zwei Jahre ins Gefängnis

Ein Bild von der Demo in Münster im März 2012: Die Haltung der Münsteraner zu den Neonazis waren entlang der Wegstrecke überall zu lesen.

Vom Amtsgericht Münster war der Angeklagte zuvor freigesprochen worden. Das Landgericht Münster sah es aber nun als erwiesen an, dass Drewer während der Demo eine "antisemitische Rede" gehalten hat. Es verurteilte ihn wegen Volksverhetzung zu zwei Jahren Haft. So bestätigt es Gerichtssprecher Dr. Daniel Stenner.

In die Strafbemessung sei auch eine frühere Bewährungsstrafe des Amtsgerichts Dortmund eingeflossen. Zwei Monate der Haftstrafe gelten als bereits verbüßt.

Revision gegen das Urteil ist möglich

Laut Dr. Stenner wurde gegen das Urteil, das in erster Instanz vom Amtsgericht gefällt wurde, von der Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Diese Berufung wurde nun am Landgericht verhandelt. Gegen das Urteil einer zweijährigen Haftstrafe ist, so Dr. Stenner, eine Revision möglich. Das heißt, der Fall kann eventuell auch noch ein weiteres Mal verhandelt werden.

Bei der Nazidemo im März 2012 waren rund 300 Rechtsradikale durch den Norden der Stadt gezogen. Rund 5000 Menschen hatten damals gegen den Aufmarsch protestiert. Es gab 24 Festnahmen wegen Körperverletzungen und 50 Platzverweise. 32 Personen landeten im Polizeigewahrsam, 62 erhielten Platzverweise. Insgesamt blieb der Protest gegen die Nazis aber friedlich.

MÜNSTER. Es war ein eindrucksvoller Protest: Rund 5000 Menschen aus Münster und dem Münsterland haben am Samstag gegen einen Aufmarsch von rund 300 Neonazis protestiert. Die Demonstrationen blieben weitestgehend friedlich. Lediglich ein 20-jähriger Gegendemonstrant wurde schwer verletzt. Sieben weitere Menschen leicht.mehr...

 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Großeinsatz in Dorstfeld

Rauch im Hannibal - Feuerwehr rückt aus

DORSTFELD Großalarm am Hannibal in Dorstfeld: Wegen einer größeren Menge Rauchs ist die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag zum riesigen Wohnkomplex ausgerückt. Einen Brand fand die Feuerwehr zwar nicht - aber warm wurde es im Gebäude trotzdem.mehr...

Übersichtskarte

Das wird aus den Ex-Filialen von Sparkasse und Volksbank

Dortmund 17 Filialen der Dortmunder Volksbank und 16 der Sparkasse Dortmund schlossen seit 2016. Gerade in den Stadtteilen gab es die Sorge, die Räumlichkeiten könnten lange leer bleiben. Nun sind einige sinnvolle Nachnutzungen in Sicht. Auf einer interaktiven Karte zeigen wir, was der aktuelle Stand an allen Standorten ist.mehr...

Übersicht

Hier wird in Dortmund geblitzt

DORTMUND Die Dortmunder Polizei und das Dortmunder Ordnungsamt verraten täglich, wo die Geschwindigkeit der Autofahrer kontrolliert wird. Auf unserer Übersichtskarte zeigen wir die Straßen, an denen Polizei und Ordnungsamt blitzen wollen.mehr...

Keine Anwohner betroffen

Bombenfund am Hafen - Blindgänger ist entschärft

DORTMUND Zweiter Bombenfund in drei Tagen: In Huckarde ist am Mittwoch am Rande des Hafens eine 125-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Im Gegensatz zum Bomben-Trio von Lindenhorst am Montag waren diesmal jedoch weder Anwohner noch größere Straßen betroffen. Die Entschärfung lief ohne Probleme.mehr...

Spektakulärer Video-Flug

Fliegen Sie durch Dortmunds Nebeldecke

DORTMUND Dichte Nebelschwaden lagen am Mittwochmorgen über Dortmund. Nur die höchsten Punkte der städtischen Skyline wie der Florianturm ragten aus dem Dunst hervor. In einem kurzen Video nehmen wir Sie mit auf die Reise durch die Nebeldecke - mit einem spektakulären Ende.mehr...

Feuerwerksunglück von Datteln

Gastronom zahlt beinamputiertem Opfer 3000 Euro

DORTMUND/DATTELN Im "Böller-Prozess" gegen einen Gastronom (51) aus Lütgendortmund hat der Angeklagte am Mittwoch finanzielle Wiedergutmachung in Aussicht gestellt. Bereits in den kommenden Tagen will er vorab 3000 Euro an das Hauptopfer überweisen. Der Frau musste nach Querschlägern aus einer Feuerwerksbatterie ein Unterschenkel amputiert werden.mehr...