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Schalke-Fan lebensgefährlich verletzt

Dortmunder Ultras nach Massenschlägerei festgenommen

DORTMUND / KÖLN Bei einer verabredeten Massenschlägerei in der Kölner Innenstadt ist am Samstag ein Anhänger von Schalke 04 lebensgefährlich verletzt worden. Beteiligt an den Ausschreitungen waren auch Dortmunder Ultras der Gruppe "Desperados". 15 von ihnen wurden festgenommen. Eine Mordkommission der Polizei in Köln ermittelt.

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Eine Person wird nach der Randale festgenommen.

Nach der Massenschlägerei in Köln führen Polizisten einen Mann ab.

Eine Sprecherin der Kölner Polizei berichtet, soeben, dass die Mordkommission die ganze Nacht über ermittelt habe. Die Ermittlungen zielen auf "versuchte Tötung" ab. Viele Zeugen hätten die Schlägerei beobachtet. Die Polizei konnte Spuren und Beweise sichern. Alle Festgenommenen sind wieder auf freiem Fuß.

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Köln informierten am Samstagabend über die Massenschlägerei. Demnach seien bei den Ausschreitungen am Rudolfplatz etwa 300 Personen aus unterschiedlichen Gruppen beteiligt gewesen. Nach Informationen unserer Redaktion waren darunter auch Mitglieder der Dortmund Ultra-Gruppe "Desperados", die schon häufig in Gewalttaten verwickelt war. Offenbar wurden 15 Desperados-Mitglieder festgenommen. Der zunächst lebensgefährlich verletze Schalke-Fan (40) befand sich am Samstagabend außer Lebensgefahr. Ein Notarzt hatte sein Leben gerettet. Keine Angaben machte die Polizei, wie der Schalke-Anhänger am Kopf verletzt wurde - ob durch einen Schlag mit einem Gegenstand oder durch Schläge oder Tritte. Im Stadtgebiet Köln konnte die Polizei mehrere Personen festnehmen. Eine Mordkommission untersucht, wer für die lebensgefährlichen Verletzungen verantwortlich ist.

Die verabredete Massenschlägerei hatte sich vor dem Freundschaftsspiel 1. FC Köln gegen Schalke 04 ereignet. Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Köln gewann dabei gegen den Bundesligisten FC Schalke 04 mit 2:1. Mit Blick auf das Bundesliga-Derby zwischen Schalke und Borussia Dortmund im März dürfte der Vorfall in Dortmund und Schalke Sorgen auslösen.  BVB-Fans berichteten während ihrer Rückreise vom Kaiserslautern-Spiel der Borussia, dass vermummte Schalker versucht hätten, sie am Abend auf dem Bahnhof in Köln-Deutz anzugreifen. Die acht aus Hagen stammenden Fans wollten in Deutz umsteigen, um über Wuppertal nach Hagen zu fahren. Sie retteten sich in einen Zug mit dem Ziel Dortmund, der sofort abfuhr, und konnten so entkommen. Einem der jungen Fans wurde ein BVB-Schal geraubt. 

Der Leiter der Dortmunder Bundespolizei-Inspektion, Oliver Humpert, erkennt in Gewalttaten dieser Art einen Rückschritt in Hooligan-Zeiten. Die Bundespolizei spricht bei Schlägern deshalb nicht von Ultras, sondern bezeichnet sie als reisende "Intensivtäter", die die Fanszene als Umfeld für gefährliche Straftaten nutzen würden.  Auf einem Fankongress in Berlin beraten Fangruppen am Samstag und Sonntag (18.1./19.1.) darüber, wie ein "fanfreundliches Stadionerlebnis" zu ermöglichen sei. An beiden Tagen geht es auch um das Verhältnis zwischen Fans, Vereinen und Polizei.

KÖLN Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 hat sein vorletztes Testspiel vor dem Rückrunden-Start in der kommenden Woche verloren. Beim Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Köln unterlag Königsblau am Samstag mit 1:2 (1:1). Überschattet wurde die Partie von heftigen Ausschreitungen am Rudolfplatz.mehr...

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Eine Person wird nach der Randale festgenommen.

Nach der Massenschlägerei in Köln führen Polizisten einen Mann ab.

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