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Auswandern im Alter

Dortmunder baut Seniorenresidenz in Tansania

DORTMUND Uwe Wallerath ist im Dezember mit seiner Familie nach Tansania ausgewandert – mit einem Plan: Der 55-Jährige möchte in Ostafrika Seniorenwohnungen bauen, um anderen den Traum vom Auswandern im Alter zu ermöglichen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Dortmunder baut Seniorenresidenz in Tansania

Sandstrand und Kokosnusspalmen - das sind Tansanias Attraktionen am Indischen Ozean.

Was hat Uwe Wallerath nach Tansania geführt?

Der Ex-Dortmunder kam mit 18 Jahren das erste Mal nach Tansania, um seinen Onkel zu besuchen, der dort gearbeitet hat. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt er. Dann kam er immer wieder, fand schnell Freunde. 

Woher kam die Idee zu den Seniorenwohnungen?

In Dortmund hat er nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre als Unternehmensberater gearbeitet, auch im Bereich Pflege. „So entstand die Idee für die Seniorenwohnungen“, sagt Wallerath. Seit fünf Jahren arbeitet er an dem Projekt Shikamoo. Vorbild sind ähnliche Konzepte in Thailand und auf den Philippinen. Tansania sei genauso schön. „Das Land hat sich unheimlich entwickelt.“

Warum sollten Senioren ihren Lebensabend in Bunju verbringen?

Wallerath erklärt die Vorteile so: Die Pflege sei sehr günstig und das Wetter perfekt. Das Klima sei warm, „aber nicht zu heiß“. Wind sorge für Abkühlung. Seine Schulterprobleme seien nach wenigen Wochen wie weggezaubert gewesen, sagt Wallerath. Für jemanden, der den Rest seines Lebens, oder zumindest einen großen Teil davon, mit Sonne, Meer und Palmen leben möchte, klingen die Beschreibungen traumhaft.

Wo soll die Anlage entstehen?

Ein 40.000 Quadratmeter großes Grundstück in der Nähe des Ortes Bunju steht dem Ex-Dortmunder für seine Seniorenresidenz mit dem Namen „Shikamoo“ zur Verfügung: Es ist, sagt Wallerath, nur wenige Kilometer vom Indischen Ozean entfernt, am Rande eines Naturparks und doch städtisch gelegen. 

Wann sind die Wohnungen bezugsfertig?

Das Interesse an seinen Seniorenwohnungen sei groß, sagt Uwe Wallerath. Noch fehlten Investoren. In einem halben Jahr sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Sie sind 60 bis 70 Quadratmeter groß, gebaut aus tropischen Hölzern und Korallenstein. Für ein entsprechendes Pflegeangebot sei in der Anlage gesorgt, es könne jederzeit dazu gebucht werden. 

Was ist das Besondere an Shikamoo?

In der Nähe der zukünftigen Seniorenanlage gebe es eine deutsche Gemeinde. Es sei aber ein anderes Leben als in Deutschland. Komplett auswandern müsse niemand. Man könne die Wohnungen auch zeitweise mieten, sagt Wallerath. „Jeder, der Interesse hat, sollte sich erstmal einen Eindruck verschaffen.“

Was müssen Auswanderer beachten?

  • Die Rente kann überall hin überwiesen werden. Die Überweisungskosten muss der Rentner zahlen. Bei privater Altersvorsorge, wie der Riesterrente, muss eine erhaltene Förderung zurückbezahlt werden, wenn der neue Wohnsitz außerhalb der EU liegt.
  • In den meisten Ländern der Europäischen Union können auswanderungswillige Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert bleiben. In den meisten anderen Ländern nicht. Das muss vorab erfragt werden.
  • Steuern werden überall bezahlt. Und: Steuerfreibetrag und Ehegattensplitting entfallen komplett.

Will Uwe Wallerath für immer in Tansania bleiben?

Wie lange er selbst in Tansania bleibt, weiß er noch nicht. Er hat ein Haus gekauft, seine elfjährige Tochter besucht eine englischsprachige Schule. „Es war ein großer Schritt, aber alle waren dafür." Sollte es irgendwann zurückgehen, „dann auf jeden Fall nach Dortmund."

 

Hier soll die Seniorenresidenz entstehen:

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