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"Hundstage"

Drehstart für neuen Dortmund-Tatort - Parkverbot im Hafen

DORTMUND Der Himmel ist trüb und grau wie die Seele von Kommissar Faber an diesem Mittwoch. Parkverbotsschilder am Dortmunder Hafen verraten, dass Faber alias Jörg Hartmann hier in den nächsten Tagen häufiger herumspazieren wird. Was genau geplant ist? Das verraten wir an dieser Stelle.

Drehstart für neuen Dortmund-Tatort - Parkverbot im Hafen

Schauspieler Jörg Hartmann alias Peter Faber ermittelt seit Dienstag wieder in Dortmud

Bis zum kommenden Montag gilt das Parkverbot für den achten Dortmund-Tatort "Hundstage". Ob der Hafen in der Nordstadt ein Tatort oder nur ein Fundort ist, ist im Moment noch nicht bekannt.

Laut Pressemitteilung der Produktionsfirma wird der Tatort hier allerdings seinen Anfang nehmen: „Der aktuelle Fall 'Hundstage' (Buch: Christian Jeltsch / Regie: Stephan Wagner) beginnt für die vier Dortmunder Kommissare Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Bönisch (Anna Schudt), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Daniel Kossik (Stefan Konarske) mit einem Mord im Hafen. Es scheint eine direkte Verbindung zu geben zu einem 14 Jahre alten Vermisstenfall. Damals verschwand der dreijährige Tommi spurlos.“

Am Rand der Nordstadt

Es ist nicht die schlechteste Kulisse, die man in Dortmund für einen Leichenfund finden kann: Hier draußen, am Rand der Nordstadt, ist das Leben rau und die Arbeit, wenn vorhanden, hart. Die Mieten sind billig und das Leben ist kein Wunschkonzert.  

Als „Bukowski-Land“ hat es der Sänger Boris Gott um 2010 mal besungen, ein melancholisches Lied über das Leben hier – Boris Gott hat seine Musikkarriere inzwischen an den Nagel gehangen, die Umstände sind geblieben, wie sie sind. An diesem Mittwochvormittag ist die Kulisse leer, von Dreharbeiten ist noch nichts zu sehen, ein Mann führt sein Hündchen aus, abgesehen von den Halteverbotsschildern ist alles wie immer.

Die kleine Speicherstraße wartet auf ihren Auftritt, möglich, dass es hier zu temporären Sperrungen kommen wird. Ein Verkehrschaos ist deswegen nicht zu erwarten, in der Speicherstraße ist nur unterwegs, wer hier hin will. Ob dieser Dortmunder Tatort wieder so düster wird die ersten Folgen, für die Drehbuchautor Jürgen Werner alleinverantwortlich zeichnete, ist unklar. 

Für den Grimme-Preis nominiert

Werner wurde mit dieser Arbeit für den Grimme-Preis nominiert, fand aber nicht nur Gegenliebe für seinen Krimi-Entwurf: So tat der ehemalige Leiter der Polizeipressestelle Dortmund nach der ersten Folge des Dortmund-Tatorts lauthals kund, sich diesen Tatort rund um den psychisch auffälligen Hauptkommissar Faber in Zukunft nicht mehr anschauen zu wollen. Freundlich ausgedrückt.

Er ist mit dieser Meinung nicht allein, das Image, es sei so destruktiv, heißt es. Was sollen denn die Menschen außerhalb der Stadt denken, die noch nie hier waren und dann auf dem Bildschirm mit einer Art Gotham-City des Ruhrpotts präsentiert bekommen. Durch die ein depressiver Gammel-Kommissar schlurft und dabei Pillen schluckt wie andere Leute Kaugummis kauen, während er seine Obsessionen an seiner Umwelt auslässt und dabei die Probleme der Welt durchkaut, gebündelt in Dortmund.

Touristen abgeschreckt?

Angeblich haben bereits Reisegruppen ihre geplante Tour nach Dortmund abgesagt, nachdem sie eine der ersten Folgen des Tatorts gesehen hatten. Wahrscheinlich sind die dann nach Münster gefahren, wo sich die Ermittler Thiele und Börne mittlerweile derart Ohnesorg-Theater-mäßig durch die Altstadt schenkelklopfen, dass sich Heidi Kabel im Grab umdrehen müsste.

Man hasst oder liebt Faber, dazwischen ist wenig, und was es mit „Hundstage“ auf sich hat, wird die Zeit zeigen: Die Dreharbeiten laufen bis zum 27. Juli in Dortmund, Köln und Umgebung, ein Sendetermin steht noch nicht fest. Fest steht, dass das Team am Mittwoch noch im Westfalenpark drehen wird.

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