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Nach Pfingst-Unglück

Drei Kilometer unter Stadtbahn - 20-Jähriger gestorben

DORTMUND Sein schrecklicher Unfall am Brackeler Hellweg erschütterte viele Dortmunder: Ein 20-Jähriger geriet an Pfingsten unter eine Stadtbahn - erst drei Kilometer später fiel das Unglück auf. Nun ist der Dortmunder im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Derweil gibt es erste Erkenntnisse zur Unfallursache.

Drei Kilometer unter Stadtbahn - 20-Jähriger gestorben

Nachdem bekannt wurde, dass der 20-Jährige an seinen Verletzungen gestorben war, legten die ersten Menschen weiße Rosen am Unglücksort - der Stadtbahn-Haltestelle Knappschaftskrankenhaus in Brackel - nieder und stellten Kerzen auf.

Aktualisierung 18.35 Uhr:

Die Dortmunder Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 20-Jährige zwischen die beiden aneinandergekoppelten Wagen gestolpert ist. Diese Information stützt sich auf die Aussagen eines Begleiters des Opfers. Laut Staatsanwalt Henner Kruse wollten die beiden jungen Männer an der Haltestelle "Knappschaftskrankenhaus" in Brackel in die Bahn einsteigen. Derzeit ist nicht gewiss, ob die Bahn bereits angefahren war oder noch stand, als der 20-Jährige zwischen die Wagen stolperte.

Ein Gutachter geht im Auftrag der Staatsanwaltschaft verschiedenen Fragen nach: Er soll klären, ob der Unfall hätte verhindert werden können. Dabei nehmen die Sachverständigen der Dekra auch die Perspektive des Fahrers in der Kabine des vorderen Wagens ein. Zwischen seiner Position und der vorderen Achse des angekoppelten Wagens - darin war der junge Mann eingeklemmt - liegen über 30 Meter. Die Ingenieure sollen ermitteln, ob die Hilferufe des Opfers hörbar waren. Die Staatsanwaltschaft stellte klar, dass der Fahrer kein Beschuldigter sei.

So haben wir bisher berichtet:

Der junge Mann war in der Nacht zu Pfingstsonntag an der Haltestelle Knappschaftskrankenhaus aus bisher ungeklärten Gründen unter eine Stadtbahn der Linie U43 geraten und fast sieben Stationen bis zur Kaiserstraße mitgeschleift worden. Dabei verlor er beide Beine und einen Arm.

Nachdem ein Passagier ihn bemerkt und die Notbremse gezogen hatte, wurde er mit seinen lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Wie die Polizei am Montagmittag mitteilte, ist er dort an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. 

Straßenbahn schleift Mann (20) mit

In der Nacht zu Pfingstsonntag geriet ein 20-jähriger Fußgänger auf der Kaiserstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt unter eine Straßenbahn.
In der Nacht zu Pfingstsonntag geriet ein 20-jähriger Fußgänger auf der Kaiserstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt unter eine Straßenbahn.
In der Nacht zu Pfingstsonntag geriet ein 20-jähriger Fußgänger auf der Kaiserstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt unter eine Straßenbahn.
In der Nacht zu Pfingstsonntag geriet ein 20-jähriger Fußgänger auf der Kaiserstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt unter eine Straßenbahn.
In der Nacht zu Pfingstsonntag geriet ein 20-jähriger Fußgänger auf der Kaiserstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt unter eine Straßenbahn.
In der Nacht zu Pfingstsonntag geriet ein 20-jähriger Fußgänger auf der Kaiserstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt unter eine Straßenbahn.
In der Nacht zu Pfingstsonntag geriet ein 20-jähriger Fußgänger auf der Kaiserstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt unter eine Straßenbahn.
In der Nacht zu Pfingstsonntag geriet ein 20-jähriger Fußgänger auf der Kaiserstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt unter eine Straßenbahn.
In der Nacht zu Pfingstsonntag geriet ein 20-jähriger Fußgänger auf der Kaiserstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt unter eine Straßenbahn.

Die Ermittlungen der Polizei laufen noch. Es gebe bisher keine neuen Erkenntnisse zur Unfallursache, sagte Polizeisprecher Kim Freigang. Gegen den Fahrer der Stadtbahn werde nicht ermittelt

Was wir bislang wissen:

23.55 Uhr: Der 20-Jährige will an der Haltestelle Knappschaftskrankenhaus in die U43 in Richtung Innenstadt einsteigen, aus ungeklärter Ursache gerät er unter die Bahn und wird eingeklemmt. Die Bahn fährt los und schleift das Opfer mit.

DORTMUND Zu dem Unglück auf der Linie U43, bei dem eine Stadtbahn einen 20-jährigen Brackeler rund drei Kilometer mitgeschleift hat, gibt es jetzt neue Erkenntnisse: Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus, gegen den Bahnfahrer wird nicht ermittelt. Jetzt ist auch klar, wie viele Minuten das Opfer in der Nacht zu Sonntag mitgeschleift wurde.mehr...

00.05 Uhr: Der Kiosk-Besitzer Celal Emliki sieht an der Haltestelle Von-der-Tann-Straße einen Mann unter der anfahrenden Stadtbahn liegen und hört Hilferufe. Er wählt den Polizei-Notruf 110 und meldet seine Beobachtung. 23 Sekunden nach diesem Notruf zieht ein Fahrgast die Notbremse. In Höhe der Kaiserstraße 147 kommt die U43 zum Stehen.

Daraus ergibt sich eine Fahrtzeit von 10 bis 11 Minuten. So lange hat die 62 Meter lange Bahn das Unfallopfer unbemerkt mitgeschleift. Wir haben die mehr als drei Kilometer lange Strecke nachgezeichnet:

 

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