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Ginter sagt als Zeuge zum Anschlag aus

Ehemaliger BVB-Profi bricht vor Gericht in Tränen aus

Dortmund Fußballprofi Matthias Ginter bricht bei seiner Zeugenaussage im Prozess um den BVB-Anschlag in Tränen aus. Der 24-Jährige hatte bereits als Nationalspieler die Terrorattacken von Paris umittelbar miterlebt. Nach der Attacke dachte er sogar über ein Karriereende nach.

Ehemaliger BVB-Profi bricht vor Gericht in Tränen aus

Matthias Ginter (l.), ehemaliger Fußball-Profi bei Borussia Dortmund, sagt als Zeuge im Gerichtssaal des Dortmunder Landgerichts aus. Foto: dpa

Mit Tränen in den Augen hat sich Fußballprofi Matthias Ginter vor dem Dortmunder Schwurgericht an den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund im April 2017 erinnert. An den Tag, als der Angeklagte Sergej W. bei der Abfahrt des BVB-Mannschaftsbusses drei Splitterbomben zündete und Angst und Schrecken verbreitete.

„Nebel und so ein komischer Geruch“

„Es gab einen lauten Knall. Da war Nebel und so ein komischer Geruch“, sagte Ginter, ehe ihm erstmals die Tränen in die Augen schossen. Der heute 24-Jährige hatte bereits als Nationalspieler die Terrorattacken von Paris unmittelbar miterlebt. Der zweite Schockmoment hatte ihn schließlich richtig mitgenommen.

Der Verteidiger spielt inzwischen für Borussia Mönchengladbach. Sein Wechsel habe mit dem Anschlag vom 11. April 2017 aber nichts zu tun, so Ginter. Zeitweise habe er sogar darüber nachgedacht, seine Karriere zu beenden, erklärte Ginter den Richtern.

„Hundertprozentige Sicherheit auch in der Anonymität nicht gewährleistet“

„Ich stehe bei so vielen Großereignissen in der Öffentlichkeit“, sagte der Profi. „Da war schon die Überlegung da, sich das nicht mehr anzutun.“ Letztendlich habe er sich jedoch davon überzeugen lassen, dass hundertprozentige Sicherheit auch in der Anonymität nicht gewährleistet ist. „Deshalb mache ich weiter das, was mir Spaß macht.“

Als zweite Zeugin haben die Richter am Mittwoch die frühere Lebensgefährtin des Angeklagten Sergej W. vernommen. Die 22-Jährige beschrieb den geständigen Attentäter als ruhigen, in sich gekehrten, ja fast menschenscheuen Zeitgenossen. „Er hat immer an sich gezweifelt, dachte immer, er müsse noch mehr machen“, sagte die Zeugin.

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