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"Projekt Ankommen"

Ehrenamtliches Flüchtlingsprojekt ist jetzt auch in Hörde aktiv

HÖRDE Das "Projekt Ankommen" kümmert sich jetzt auch in Hörde um die Vermittlung von Flüchtlingen in Wohnungen, Umzüge und die Begleitung bei Amtsgeschäften. 25 Personen umfasst bisher die lokale Gruppe. Doch das ist nicht das einzige Beispiel für konkrete Flüchtlingshilfe im Stadtteil.

Ehrenamtliches Flüchtlingsprojekt ist jetzt auch in Hörde aktiv

Das Hörder Team des „Projekts Ankommen“ um Bettina Bielefeld (2.v.r.) bietet jeden Montag und Mittwoch eine Beratung an der Alfred-Trappen-Straße 18 an.

Die Betreiber und die Stadt unterstützen die Geflüchteten bei den ersten Schritten wie dem Asylantrag. Für die weitere Begleitung fehlt Personal – an dieser Stelle kommen Ehrenamtliche wie Bettina Bielefeld ins Spiel. Die 54-Jährige hat mit anderen Hördern eine Untergruppe des Vereins „Projekt Ankommen“ gegründet, das sich um die Vermittlung von Flüchtlingen in Wohnungen, Umzüge und die Begleitung bei Amtsgeschäften kümmert.

Paten helfen Geflüchteten

„In Hörde benötigen wir noch Unterstützung“, sagt Bettina Bielefeld. 25 Personen umfasst bisher die lokale Gruppe des Vereins „Projekt Ankommen“, den Ehrenamtliche in der Unterkunft an der Adlerstraße in der westlichen Innenstadt vor neun Monaten gegründet haben. Das Konzept: Paten helfen Geflüchteten beim Kontakt mit Vermietern, beim Einzug und vor allem in der Phase danach. Wenn Kinder angemeldet werden, Fragen von DEW21 oder GEZ beantwortet werden müssen, wenn Möbel fehlen.

Für die Patenschaft gibt es keine festen Bedingungen. Der Aufwand hängt vom Status der betreuten Menschen ab und von der Frage, ob es um Einzelpersonen oder Familien geht. Es gibt auch das Modell, dass sich Ehepaare oder Freunde eine Patenschaft teilen.

„Selbst, wenn die Menschen schon Sprachkenntnisse haben, brauchen sie bei vielen Dingen Hilfe“, sagt Bielefeld. Der Schritt aus der engen Unterkunft ohne Privatsphäre ist ein entscheidender, aber auch ein schwieriger. Es gebe bei manchen Vermietern Vorbehalte, berichtet Bielefeld. „Zum Teil verständlich“, wie sie findet. „Es gibt eine Unsicherheit, wie es mit der Miete funktioniert, wie es die Hausgemeinschaft beeinflusst, dazu kommen Verständigungsprobleme.“

Weitere lokale Hilfe

Auch die Gruppe „Willkommen in Hörde“, gegründet zur Eröffnung des Phoenix-Hauses, organisiert auf kurzen Wegen über Facebook etwa Dolmetscher und Umzugshilfe. Die Mitglieder des Vereins „Hörde international“ engagieren sich ebenfalls. In allen Unterkünften setzen Bürger ihre Zeit und Fähigkeiten ein. Regelmäßige Treffen in der Bezirksverwaltungsstelle festigen die Strukturen.

Anfang 2015 wurde die Diakonie als Träger der Unterkunft Phoenix-Haus an der Alten Benninghofer Straße vorgestellt. Mittlerweile gibt es ein weiteres Wohnheim in den Räumen der Frenzelschule, dazu eine Unterkunft im Haus Husen (Syburg) und dem ehemaligen Hotel Landhaus Syburg. Bis zu 770 Menschen finden Platz, wenn alle Unterkünfte fertig sind, hinzu kommt die Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung in Hacheney mit offiziell 350 Plätzen.

 

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