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Handy im Zug verloren

Ehrlicher Finder spürt Smartphone-Besitzer übers Internet auf

MENGEDE Mittlerweile ist für viele Menschen ihr Handy unverzichtbar. Umso schlimmer, wenn das Mobiltelefon verloren geht - es sei denn, jemand wie Cihan Sügür aus Mengede findet das Gerät. Dann gibt es ein Happy-End. Wir erzählen die ganze Geschichte.

Ehrlicher Finder spürt Smartphone-Besitzer übers Internet auf

Da waren Besitzer und Handy wieder vereint: Am Frankfurter Bahnhof hatte Dirk S. (r.) sein iPhone verloren. Und genau dort erhielt er es von Cihan Sügür zurück.

Dirk S. strahlt über das ganze Gesicht. Gerade eben hat er sein morgens im Zug verloren gegangenes Handy zurückerhalten. Dank der innovativen Spurensuche des Mengeders Cihan Sügür.

Suche via Internet

"Mir war sofort klar, dass ich versuchen werde den Besitzer des iPhones zu finden", betont der 25-jährige Cihan Sügür, an dem offenbar ein echter Detektiv verloren gegangen ist. Genauer: ein Social-Media-Detektiv. Denn er fand den Eigentümer. Und zwar innerhalb nur eines einzigen Tages. Via Internet. Cihan Sügür arbeitet in Frankfurt und fährt stets zum Wochenanfang mit dem Zug in die Mainmetropole. Als er am vorletzten Montag aus dem Zug aussteigen wollte, „stolperte“ er quasi über ein iPhone 5S, das auf dem Boden lag.

"Ich habe es aufgehoben und mich umgeschaut, ob irgendjemand im Zug oder auf dem Bahnsteig einen suchenden Gesichtsausdruck machen würde." Das war nicht der Fall. Daher nahm er das Handy erst einmal mit. "Als Bahnmitarbeiter weiß ich natürlich, dass man Fundsachen beim Zugpersonal abgeben sollte“, betont Sügür. "Aber ich hatte einen dringenden Termin und mich daher entschlossen, das Handy mitzunehmen und gegebenenfalls später abzugeben."

Gerät war gesperrt

Da das Gerät gesperrt war, konnte er nicht auf die Daten darauf zugreifen. "Also habe ich es erst mal fotografiert und und mit einer Erklärung bei Facebook, Twitter und Xing gepostet." Das kam an bei den Leuten. Bei Facebook etwa wurde der Post in kürzester Zeit über 400 Mal geliked. Den Besitzer hatte die Info wohl auch schon erreicht, wie sich hinterher herausstellte. "Gefunden habe ich ihn aber nicht über Facebook", so Cihan Sügür.

Im Laufe des Tages erreichten nämlich mehrere Nachrichten das Handy des bis dahin Unbekannten, die als Banner auf dem Bildschirm auch dann angezeigt werden, wenn das Gerät gesperrt ist.

Xing-Kontakt der Schlüssel

"Da gab es dann Hinweise, dass zwei Facebook-Freunde Geburtstag hatten, eine Whatsapp-Nachricht von seiner Friseurin und eine Nachricht von einem Xing-Kontakt." Letzterer war dann der Schlüssel. "Ich habe via Xing den Bekannten des Handy-Besitzers ausfindig gemacht und ihm die Geschichte mitgeteilt." Der wiederum informierte den iPhone-Eigentümer dann per Internet darüber, dass jemand sein Handy gefunden habe.

"Plötzlich erschien auf dem Display des iPhones eine Nachricht vom Besitzer sowie eine Telefonnummer, unter der ich ihn erreichen könnte." Wenig später standen sich dann der ehrliche Finder und der Besitzer gegenüber. "Wir haben uns genau auf dem Bahnsteig getroffen, auf dem ich morgens das Handy gefunden habe."

Finderlohn 

Die Freude bei Dirk S. sei groß gewesen, betont Sügür. Daher stellte der dann auch einen Finderlohn in Aussicht. "Er hat mich gefragt, welche Kleidergröße ich habe und ob ich Sport treiben würde. Als ich das bejahte, versprach er mir eine Laufausstattung, denn er hat eine leitende Funktion bei einem großen Sportartikelhersteller." 

 

 

Ende gut, alles gut. :-) Nach 11 Stunden fanden Dirk und sein iPhone wieder zueinander. Sowohl seine iPhone-Ortung als...

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