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Eichlinghofer Grundschüler bangen wieder um ihren Schulbus

EICHLINGHOFEN Wieder muss die Eichlinghofer Grundschule um ihren Schulbus bangen. Noch nutzen täglich 90 Kinder die Verbindung zwischen Menglinghausen und dem Stortsweg. Ab dem kommenden Schuljahr soll dieses Angebot nach Unterrichtsende allerdings wegfallen.

Eichlinghofer Grundschüler bangen wieder um ihren Schulbus

S-Eichlinghofen Schulbuss (c) Foto: Oliver Schaper (Honorarpflichtig)

Für Schulleiterin Christiane Groß muss es sich wie ein Déjà-Vu anfühlen. Vor etwa einem Jahr sollte der Schulbus schon einmal gestrichen werden. Für die Schüler sei die Fahrt mit Linienbussen zumutbar, hieß es damals.  Nach einer Welle der Entrüstung seitens der Schulleitung, Eltern und Bezirksvertretung zog die Stadtverwaltung den Vorschlag zurück. Die Sicherheit an den Haltestellen „Am Sturmwald“ und „Tölckestraße“ sei nicht gegeben, lautete die Kritik.  Dass die Sachlage von der Stadt einer erneuten Prüfung unterzogen wurde, davon weiß die Schulleitung in Eichlinghofen seit Dezember 2011. Die Schulkonferenz sollte dazu ihre Einschätzung abgeben. Die Kritik an dem Vorschlag der Stadt hat sich auch ein Jahr später nicht geändert. „Wir sind besorgt um die Sicherheit der Kinder“, äußert die Schulleiterin ihre Bedenken.  

 Neben der beengten Lage an den Bushaltestellen sei auch die Kreuzung Gustav-Korthen-Allee/Menglinghauser Straße „für Grundschüler äußerst gefährlich“. So äußert es die Schulkonferenz in ihrer schriftlichen Stellungnahme an die Stadt.  Anstatt an der Haltestelle „Am Sturmwald“ zu halten – wie der Schulbus es bislang getan hat – würden die Schüler aus dem Linienbus an der Gustav-Korthen-Allee aussteigen. Um nach Hause zu kommen, müssten die Schüler zunächst die Gustav-Korthen-Allee, dann die Menglinghauser Straße und schließlich die Straße Am Sturmwald überqueren – drei Straßen also. Eine Fußgängerinsel gibt es lediglich auf der Menglinghauser Straße.

Die Grundschüler seien mit diesem Heimweg, bei dem „Rechts- und Linksabbieger sowie Querverkehr beachtet und eingeschätzt“ werden müssen, schlicht überfordert, kritisiert die Schulkonferenz. Diese Ansicht teilt die Verwaltung nicht.Aus einer Ortsbesichtigung sei hervor gegangen, dass die Verbindung zwischen Haltestelle und den umliegenden Wohngebieten übersichtlich und verkehrssicher sei. Ebenso handle es sich bei der Menglinghauser Straße um eine „vergleichsweise mäßig belastete Hauptverkehrsstraße“, was vor allem auf die Mittagszeit zutreffe, heißt es in der Stellungnahme der Stadt weiter. 

 Grund für die Überlegungen, den Schulbus zu streichen, ist ein finanzieller. Die Stadt kosten die täglichen Fahrten (eine Hin- und zwei Rückfahrten) 34.240 Euro im Jahr. Bei nur noch einer Fahrt rechnet die Verwaltung mit einer Ersparnis von rund 10.000 Euro. Die Schüler würden für die Rückfahrt im Linienbus „Schoko Tickets“ bekommen.  Wie die endgültige Entscheidung ausfallen wird, soll sich in der Sitzung des Landesbeauftragten mit dem Oberbürgermeister am kommenden Donnerstag (28.6.) zeigen.  

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