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Junkyard-Open-Air

Ein Festival, das "Mad Max" gefallen hätte

DORTMUND Metal trifft auch Alt-Metall - beim Junkyard-Open-Air dröhnten am Samstag tiefe Bässe und harte Riffs durch den verlassenen Schrottplatz an der Schlägelstraße in der Nordstadt. Es war ein Festival wie aus dem Film "Mad Max", findet unser Reporter Mahad Theurer. Seine Schnellkritik.

Ein Festival, das "Mad Max" gefallen hätte

Zwischen Autowracks, Schrottcontainern und Skate-Rampen spielten mehrere Bands.

Am Samstag tränkte ein Line-Up aus fünf Bands aus den Genres Garage-Rock, Hardrock, und Stonerrock den ehemaligen Schrottplatz an der Schlägelstraße im Dortmunder Norden in eine Melasse aus zähen Gitarren, tiefen Bässen und treibenden bis rollenden Drums. „Junkyard Open Air“, so heißt die Veranstaltung, die dieses Jahr zum zweiten Mal etliche Rock-Fans in das spezielle Ambiente des alten Schrottplatzes lockte. 

Zwischen Autowracks, Schrottcontainern und Skate-Rampen spielen die Psychdellic-Rocker „Baby Woodrose aus Dänemark“, die Post-Stoner von „All them Witches“ aus den USA, die deutsche Hardrock-Truppe „Travelin‘ Jack“, die Stonerrockband „Flying Eyes aus den USA und die Dortmunder Garagenrocker „The Roughtones“.

So hat es uns gefallen:

Ein Highlight ist die hypnotische Darbietung von „All them Witches“, deren langgezogene Songstrukturen sich langsam in das Publikum senken. Introvertiert, aber präsent performt der Vierer aus den Staaten, mit sparsamem Einsatz von Gesang und groovenden Riffs. Krumme Rhythmen die teilweise an die Progressive-Rock-Veteranen von „Tool“ erinnern, paaren sich mit satten Bluesläufen. Das Keyboard, das einen besonders dreckigen Fender-Gitarren-Klang ansteuert, passt hervorragend zu den Saiteninstrumenten.

Das Junkyard-Open-Air in der Nordstadt

Zwischen Autowracks, Schrottcontainern und Skate-Rampen spielten mehrere Bands.
Zwischen Autowracks, Schrottcontainern und Skate-Rampen spielten mehrere Bands.
Zwischen Autowracks, Schrottcontainern und Skate-Rampen spielten mehrere Bands.
Zwischen Autowracks, Schrottcontainern und Skate-Rampen spielten mehrere Bands.
Zwischen Autowracks, Schrottcontainern und Skate-Rampen spielten mehrere Bands.
Zwischen Autowracks, Schrottcontainern und Skate-Rampen spielten mehrere Bands.
Zwischen Autowracks, Schrottcontainern und Skate-Rampen spielten mehrere Bands.

Auch die Hardrocker von Travelin‘ Jack überzeugen mit ihrer Mischung aus schnörkellosen Rock und allerlei Genreanleihen. Mit Gesichtsbemalung und Glamrock-Gesten, liefert die deutsche Band auch etwas für das Auge. Vor allem Sängerin „Spaceface“ weiß mit ihrer Röhre und positiven Ausstrahlung zu gefallen.

Ansonsten ergeben die dreckigen Gitarrenwände gemeinsam mit dem rauen Ambiente des Schrottplatzes ein stimmiges Gesamtgefüge. Ein gutes Konzert in der Welt von „Mad Max“ hätte wohl ähnlich ausgesehen. Nur die Motorradbanden und Schusswaffen aus dem Actionfilm gibt es auf dem Junkyard Open-Air nicht. Die Stimmung ist entspannt.

So hat es den Besuchern gefallen:

Ozan (27) aus Dortmund: Mir gefällt es hier gut. Gerade das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Die Bands sind alle gut aufgelegt und der Sound stimmt auch. Einzig der Mangel an Sitzmöglichkeiten stört mich.

Melanie (33) aus Dortmund: Wir sind hauptsächlich wegen „Baby Woodrose“. Mir gefällt das Schrottplatz-Ambiente und die Leute sind auch sehr angenehm.

Istvan und Bagdan (31) und (30) aus Dortmund: Wir sind das zweite Mal hier. Es ist geil und laut. „Travelin‘ Jack“ hat uns gut gefallen. Die Sängerin erinnert ein wenig an Brody Dalle von den Distillers. Ansonsten werden wir hier sicherlich noch einen guten Abend haben.

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