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Ein Mann und die Brauerei

Warum Theo Sobkowiak sich ganz besonders auf das Bergmann-Bier freut

Der 65-Jährige hat zu Weihnachten mit einem Probeabzug mit seinem Sohn angestoßen. Für Theo Sobkowiak wäre eine Renaissance des Bergmann-Biers wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten auf einen Tag: «Das Bergmann-Bier war schon was besonderes.» Der gelernte Elektriker war in der Technik der Bergmann-Brauerei in Rahm beschäftigt. «Ich habe Bierleitungen in den Gaststätten und Außenwerbungen repariert», erinnert sich der Kirchlinder. In der Mannschaft um Dr. Thomas Raphael, der sich die Rechte am Brauen des Bergmann-Bieres gesichert hat (wir berichteten), wird Theo Sobkowiak nach eigener Aussage für die Werbung und Technik zuständig sein. Der Kreis schließt sich. Mit Sobkowiak hat Dr. Raphael einen echten Bergmann-Bier-Experten engagiert. Die Erinnerung an die Zeiten, als die Brauerei in Rahm noch aktiv war, ist allgegenwärtig. Wer das Sobkowiak-Domizil besucht und die Gelegenheit hat, den Keller zu betreten, kommt in eine andere Welt. Ein Tresen, dahinter Biergläser, Pilsdeckchen, alte Bilder mit Motiven der einstigen Bergmann-Brauerei an den Wänden. Sobkowiak, der von 1965 bis 1974 in Diensten der Brauerei stand, ist ein wandelndes Erinnerungsalbum. Wenn er von den Lastwagen erzählt, die am Ende der Arbeitswoche exakt ausgerichtet auf dem Brauerei-Gelände stehen mussten, lächelt er. Wenn seine Erinnerungen ihn und seinen Zuhörer in die Anfänge seiner Dienstzeit führen, «in der ich vier Wochen lang bei den Schlossern arbeiten durfte bis ich schweißen konnte», dann glänzen seine Augen. «Ich hänge sehr an der Brauerei», gibt er noch heute unumwunden zu. Kein Wunder. Denn die Familie Bergmann habe ihm aus Familienbesitz eine Standuhr und eine Lebensmitteltruhe geschenkt. Und was heute noch in seinem Keller hängt oder steht, hat er vor dem Untergang bewahrt: Ein Bild, das um 1920 aufgenommen wurde, zeigt die Familie Bergmann vor Fässern, die die Geburtsdaten der Bergmann-Kinder als Nummern tragen. «Das habe ich aus den Trümmern der Brauerei gerettet.» Einige seiner Exponate habe er bereits dem Brauerei-Museum zur Verfügung gestellt. Ein Erinnerungsstück wird aber wohl niemals den Standort wechseln. Ein überdimensionales rundes Holzwerbeschild. Es lag Weihnachten 2006 unter dem Weihnachtsbaum. Seine Ehefrau Marlies hatte das Schild, das Theo Sobkowiak beim Abriss der Brauerei aus den Augen verloren hatte, wieder entdeckt und für ihren Mann gekauft. «Das schönste Geschenk meines Lebens.» Bre

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