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1. Tourismustreff

Ein lebendiges Haus für den Fußball

DORTMUND Die Vorfreude auf das Deutsche Fußballmuseum wächst. Spätestens seit Manuel Neukirchner, Geschäftsführer der Stiftung DFB-Fußballmuseum, am Montagabend beim 1. Dortmunder Tourismustreff im Kongresszentrum der Westfalenhallen einen Einblick in die Planungen gab.

Ein lebendiges Haus für den Fußball

Der 1. Tourismustreff machte Appetit auf das Fußballmuseum.

Es war der erste öffentliche Auftritt der von DFB und Stadt neu gegründeten gemeinnützigen GmbH zum Bau des Fußballmuseums. Dementsprechend konnte es für die Gäste des Tourismustreffs nur einen ungefähren Vorgeschmack auf das geben, was die Besucher voraussichtlich ab 2014 im Herzen Dortmunds erwartet: "Ein Haus, in dem der Fußball lebendig sein wird", versprach Manuel Neukirchner.

Der Mann vom DFB, der auch schon als Pressesprecher für den WM-Standort Dortmund fungierte, gab im Gespräch mit RN-Chefredakteur Dr. Wolfram Kiwit einen kleinen Einblick in den Planungsprozess, der die Idee des Fußballmuseums in den nächsten Monaten und Jahren mit Leben füllen soll.  In zwei Wochen findet der erste Workshop mit Experten statt, um das Konzept auszufeilen. Das soll dann Basis für den Architektenwettbewerb sein, der in Regie der Stadt voraussichtlich im April nächsten Jahres startet.  "Bis dahin sollen Leitbild und Philosophie des Hauses stehen. Wir versuchen gewissermaßen von innen nach außen zu bauen.", erläuterte Neukirchner.  Klar ist für ihn schon jetzt: "Wir müssen die Emotionalität und Aktualität einfangen." Dazu werde man stark multimedial und interaktiv agieren müssen. Neukirchner: "Allein die Badelatschen von Günter Netzer bringen uns nicht den großen Besucherzustrom."  

Immerhin sollen bis zu 250.000 Besucher im Jahr das Fußballmuseum auf dem Gelände des bisherigen Busbahnhofs am Königswall anziehen. "In allerbester Citylage, fest verankert in die Dortmunder Kulturmeile", schwärmte Neukirchner. Die Kritik des Steuerzahlerbundes an der öffentlichen Mitfinanzierung des Museums hat für den DFB-Mann wenig Substanz. Es gehe um Kulturförderung für eine Alltagskultur, die Millionen Menschen in den Bann ziehe, erklärte Neukirchner. Gleichwohl: Das Ziel, bei den Betriebskosten eine "schwarze Null" zu erreichen, bezeichnete Neukirchner als ambitioniert. Es sei aber falsch, dass die Stadt allein mögliche Mehrkosten zu tragen habe.  Der DFB wird laut Vertrag maximal 250.000 Euro an Verlusten übernehmen. An den Investitionskosten beteiligt sich der Fußball-Bund mit rund 10 Mio. Euro, 18,5 Mio. Euro kommen vom Land NRW. Die Stadt stellt das Grundstück des Busbahnhofs kostenlos zur Verfügung.

Nicht zuletzt stehen diesen Investitionen aber auch erhoffte Einnahmen gegenüber, wenn viele Fußball-Touristen nach Dortmund strömen. "Dortmund wird schon jetzt sehr positiv mit Fußball in Verbindung gebracht", weiß Matthias Rothermund als Geschäftsführer von Dortmundtourismus. Die Dortmunder Tourismus-Experten basteln deshalb schon jetzt an Ideen und Konzepten, um das neue "Produkt" zu vermarkten. Das DFB-Fußballmuseum sei für Stadt und Region eine große und vor allem langfristige Chance, zeigte sich auch der Vorstandsvorsitzende von Dortmundtourimus, Dr. Ludwig Jörder, überzeugt.

Das touristische Angebotsportfolio werde perfekt ergänzt. "Zusammen mit dem Dortmunder U, den anderen Museen, dem Konzerthaus, der Oper und dem Borusseum wird hier eine außergewöhnliche und einzigartige Kombination von Hochkultur und Alltagskultur präsentert." 

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