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Historischer Dortmund-Film auf Youtube

Einblicke in eine „Moderne Großstadt“

Dortmund Ein lange unentdeckter historischer Film aus dem Archiv von RWE zeigt Dortmund im Jahr 1964. Nach großer Nachfrage bei Vorführungen im Dortmunder U hat die Stadt den Film auf Youtube hochgeladen. Hier gibt‘s den Film und die Hintergründe.

Vor 54 Jahren war Dortmund eine Stadt auf dem Weg in die Moderne: Das Westfalenstadion gab es noch nicht, große Teile der Messe auch nicht. Dafür gab es in der ganzen Stadt viele Freiräume für Entwicklungen. Und natürlich Kohle, Stahl und Brauereien. Dortmund wuchs und die damalige Stadtverwaltung wollte das Wachstum gestalten. Sie präsentierte sich in diesem Film.

Archivar Hans-Georg Thomas hatte den Film im RWE-Archiv gefunden und ihn im Februar dem Dortmunder Stadtarchiv geschenkt. „Ich kann nur schätzen aber vermutlich hat den Film 50 Jahre lang niemand mehr gesehen, bevor er bei uns wieder aufgetaucht ist“, so Thomas.

Unscheinbare Verpackung verbarg historischen Inhalt

Aufgetaucht ist der Film bei der Digitalisierung des RWE-Archivs. Hans-Georg Thomas stößt dabei auf eine Filmdose. Die unscheinbare Aufschrift: „Dortmund“. Doch darin verbarg sich der Film, der nicht nur Kennern der Stadtgeschichte neue Einblick ermöglichte, auch beim Publikum war er bisher ein Erfolg.

Für das Dortmunder Stadtarchiv hatte das Geschenk eine besondere Bedeutung: „Wir haben zwar viel Fotomaterial aus dieser Zeit, aber authentische bewegte Bilder sind selten“, so Dr. Andrea Zupancic vom Stadtarchiv nach der Übergabge des Geschenks. Der Film sei besonders wertvoll, weil er nicht in die Vergangenheit blicke sondern aus Sicht der Zeit in die Zukunft.

Dortmund habe damals mehr als 600. 000 Einwohner gehabt. Im Film plant man für eine Zukunft mit 750. 000 Einwohnern – die Dortmund bei weitem nie erreicht hat. Auf der Agenda von Rat und Verwaltung stehen 1964 unter anderem eine autofreie Innenstadt und ein Ruhrschnellweg (heute die B1) ohne Kreuzungen.

Auf Umwegen zu RWE

Zur RWE ist der Film vermutlich über die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen (VEW) gekommen. Im Jahr 2000 ist VEW mit RWE fusioniert, dabei seien auch die Archive zusammengelegt worden, erklärt Hans-Georg Thomas. Der Clou: Der Oberbürgermeister war 1964 noch ein Ehrenamt. Dietrich Keuning war hauptberuflich Personaldirektor der VEW. Auf diesem Umweg ermöglicht seine Stimme nun zusammen mit außergewöhnlichen Bildern eine Zeitreise in eine vergangene Großstadt im Wandel.

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