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Einig in der Ablehnung

DORTMUND "Ich bin froh über den Film", meinte Christian Haase sarkastisch. "Endlich sind sich fast alle Nordstädter einmal einig." Und das Urteil über die ZDF-Produktion "Rap, Koran und Oma Bonke" fiel nach den ersten beiden Teilen mehr als schlecht aus.

Einig in der Ablehnung

Ilsegret Bonke (2.v.r.), hier auf dem Münsterstraßenfest, ist als Spielplatzpatin in der Dortmunder Nordstadt aktiv.

Im Joseph-Gemeindezentrum an der Münsterstraße sahen Anwohner und zahlreiche Mitwirkende am Freitag den Dreiteiler gemeinsam mit den verantwortlichen Redakteuren. "Holzschnittartig" war noch einer der zurückhaltendsten Vorwürfe. Sogar "Manipulation" wurde den Machern vorgeworfen.

Auch Quartiersmanager Martin Gansau wiederholte seine Meinung, vor allem im ersten Teil seien "alle Klischees abgefrühstückt worden." Bezirksvorsteher Siegfried Böcker klagte, dass wieder einmal vor allem die negativen Aspekte hervorgehoben worden seien. "In der Tat gibt es hier Probleme. Aber die Nordstadt bietet viel mehr."

Wütend bedankte sich Rapper "Boss" Gökhan beim ZDF-Team, das ihn über Monate begleitet hat. Beim Kiffen und beim Musik machen. "Ihr habt mich als Trottel dargestellt." Hier wehrte sich Redakteur Christian Dezer vehement.

  "Wir wollten die Menschen sprechen lassen und wenig kommentieren", fuhr der Redakteur fort. Das ganze Team sei dem Projekt und den gezeigten Menschen mit "kritischer Sympathie" entgegengetreten. Doch das kam bei den Besuchern nicht an. Nordstadt-Charme und der Zusammenhalte der Menschen seien ausgeklammert worden.

Das Missfallen wäre sicherlich milder ausgefallen, wenn die Diskussion nach Teil 3 stattgefunden hätte. Dort standen Erfolge in der Integrationspolitik im Mittelpunkt.

  

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