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Einige Fans haben großen Zweifel

BVB verbannt Einwegbecher

Der BVB will künftig wieder zu Mehrwegbechern bei der Getränkeausgabe im Stadion umsteigen. Damit konnte das größte Fußballstadion des Landes mit höchstem Müllverschleiß abgebremst werden. Doch einige Fans haben Zweifel.

Dortmund

von Sina Osterholt

, 08.06.2018
Einige Fans haben großen Zweifel

Der 19-Jährige Nick Heubeck hat durch eine Petition etwa 100.000 Unterschriften für die Heimkehr von Mehrwegbechern im Dortmunder Stadion gesammelt. © Dieter Menne

Der 19-Jährige Nick Heubeck sammelte durch eine Petition etwa 100.000 Unterschriften für die Heimkehr von Mehrwegbechern im Dortmunder Stadion. Schon vor drei Jahren kritisierte die Deutsche Umwelthilfe den BVB stark bei der Einführung des Einwegsystems.

Fans haben Zweifel

Mit der Entscheidung sind allerdings nicht alle Fans zufrieden. Mehrwegbecher sollen in früheren Fußballspielen schon häufiger zu Verletzungen geführt haben: „Seitdem zwei Stehnachbarn mit Platzwunden aus dem Stadion kamen, weil manche Leute die Becher immer wieder schmeißen, hoffe ich, dass es nicht die selben Becher werden", wie ein Fan auf Facebook kritisierte. Außerdem beschwerten sich die Fans über die lange Warteschlange, um den Pfandbecher zurückzubringen.

Der BVB war sich diesen Zweifeln jedoch schon im Voraus bewusst. Das neue Trinksystem soll nicht nur ökologisch sein, sondern auch mehr Sicherheit bieten. Zusätzlich sind kürzere Wartezeiten in Planung, durch beispielsweise die Möglichkeit, auch an naheliegenden Kneipen die Becher abgeben zu können.

Einige Fans haben das „Comeback“ der Mehrwegbehälter schon erwartet: „Zwei Euro Pfand, viele Eventies sammeln diese Becher und der Verein macht Gewinn. Eine „Rückkehr" war doch irgendwie klar! ", wie beispielsweise ein Mann auf Facebook offenbarte.

Ziel: Mehrwegsystem in allen Fußballstadien

In der vergangenen Saison hat der BVB über 1,5 Millionen Einwegbecher verschleißt. Durch das Mehrwegsystem wird voraussichtlich die „Müllsammlung" im Dortmunder Stadion deutlich zurückgehen. Jedoch war Dortmund nicht die einzige Hürde für die Deutsche Umwelthilfe, die es zu überwinden gibt. In der Saison 2017/18 benutzen nur noch 16 von 36 Fußballvereinen in der 1. und 2. Bundesliga wiederbefüllbare Becher, wie eine Umfrage der DUH ergab.

FC Bayern München hat jedoch bereits mitgeteilt, dass bei der Getränkeausgabe im Stadion zur Saison 2018/19 auf ein Mehrwegsystem umgestellt wird.

Der BVB und der FC Bayern München sollen als Vorreiter andere Stadien dazu bewegen, auch auf die Mehrwegbecher-Verwendung umzusatteln, wie sich die DUH erhofft.

Die Fußballmannschaften FC Union Berlin, VfB Stuttgart und Hannover 96 zeigen ebenso, dass ein Stadionbetrieb mit wiederbefüllbaren Bechern problemlos funktionieren kann.

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