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Arbeitsmarkt

Entwicklung im ersten Halbjahr "eher schleppend"

DORTMUND Dortmund ist keine Insel. Darum hat die schwächelnde Konjunktur und die Verunsicherung angesichts der Eurokrise im ersten Halbjahr 2012 auf dem heimischen Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen.

Entwicklung im ersten Halbjahr "eher schleppend"

Die Agentur für Arbeit in Dortmund muss einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vermelden.

Nichtsdestotrotz sieht Astrid Neese, Chefin der Agentur für Arbeit in Dortmund, den Arbeitsmarkt in einer „soliden Verfassung“. Im ersten Halbjahr meldeten sich in der Stadt Dortmund durchschnittlich 36.040 Menschen arbeitslos. Davon kamen 10.531 aus einer Erwerbstätigkeit. Das sind 566 Personen oder 5,7 Prozent mehr gegenüber dem ersten Halbjahr 2011. Wegen der Aufnahme einer Beschäftigung konnten sich von Januar bis Juni insgesamt 8849 Menschen aus der Arbeitslosigkeit abmelden – 890 Personen oder 10,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.  

In den ersten sechs Monaten wurden 7752 Stellen neu gemeldet. Auch das ist knapp ein Fünftel weniger als im ersten Halbjahr 2011. Die meisten Stellenmeldungen waren mit rund 3500 Stellen im Bereich Dienstleistungen zu verzeichnen. Weitere stark nachgefragte Branchen waren der Handel (860), das Gesundheits- und Sozialwesen (650), das Gastgewerbe (500), der Bau (470) sowie das verarbeitende Gewerbe (440).  Der Juni brachte Dortmund einen klitzekleinen Rückgang der Arbeitslosigkeit – sie sank um 0,2 Prozent oder 65 Personen auf 37.583 Menschen. Im Vergleich zum Juni 2011 liegt die Arbeitslosenzahl damit um 3,9 Prozent oder 1405 Personen höher.

„Die Richtung stimmt, aber die Entwicklung verläuft momentan eher schleppend“, so Arbeitsagenturchefin Astrid Neese. „Der Arbeitsmarkt bietet mit fast 5000 offenen Stellen weiterhin Perspektiven, aber offensichtlich herrscht bei den Einstellungen Zurückhaltung.“ Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit hätten im Juni geschwächelt, „das sind die Vorboten für die Ferienzeit“. Dazu käme noch die unsichere Situation im Euroraum. Eine Prognose fürs zweite Halbjahr wagte Astrid Neese nicht.

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